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Altbürgermeister Konrad Wagner trug sich in das Ehrenbuch der Gemeinde Altomünster ein

Jahresabschluss des Marktgemeinderats

Mit Vertrauen in die Zukunft

Altomünster - Auf ein arbeits- und ereignisreiches Jahr blickte Altomünsters Bürgermeister Anton Kerle beim traditionellen Jahresausklang im Viktoriahof zurück. Dabei sagte er vor allem seinen Kollegen im Marktgemeinderat Dank. Und auch seinem Amtsvorgänger Konrad Wagner.

Wie gut das Miteinander im Altomünsterer Gemeinderat funktioniert, zeigt sich stets daran, dass alle Ratsmitglieder mit Partnern beim Jahresabschlussessen anwesend sind. Bettina Reiter, Anton Kerles rechte Hand, hatte im Viktoriahof in Hohenzell für ein stimmungsvolles Ambiente gesorgt, bei dem die Hirtlbacher Blasmusikgruppe „Die Seratiner“ die musikalischen Akzente setzte. Mit dabei waren auch die meisten Träger der Bürgermedaille sowie die neue Schulleiterin Nicola Lachner. Die Schule sei jetzt in besten Händen und dafür gewappnet den Schulstandort zu sichern, so Anton Kerle.

Die verschiedenen Baumaßnahmen an der Schule ließ Kerle in seiner Rückschau ebenso Revue passieren, wie die Erweiterungsarbeiten am Kindergarten Regenbogen, den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes oder Straßensanierungen beispielsweise an der Gemeindeverbindungsstraße Reichertshausen. Der Rekordhaushalt mit 17 Millionen Euro, der zweitgrößte bisher, sei aber dem Investitionsvolumen in die Abwasseranlagen geschuldet, erklärte der Gemeindechef.

Als „Aushängeschild der Gemeinde“ wertete Anton Kerle die Gewerbeschau zu Ostern. Historische Momente für die Wehren seien die Weihe gleich zweier Fahrzeuge gewesen. Auch verschiedene Jubiläen ließ der Bürgermeister noch einmal Revue passieren, ebenso wie die Aufstellung von Containern für jetzt 110 Asylbewerber.

Diese liegen dem Gemeindechef am Herzen. Die Flüchtlinge seien jetzt hier beheimatet. „Und ich hoffe, dass genau dies passiert, weil sie es verdient haben.“ In diesem Zuammenhang warb Anton Kerle um Unterstützung für das Projekt des Helferkreises, Partnerschaften für Flüchtlinge zu installieren. Genauso bat Kerle darum, das Vertrauen in die Aussagen der Diözese zur weiteren Entwicklung des Klosters zu übernehmen, so wie er es tue. Ordinariat und Diözese machten sich Gedanken über die weitere Nutzung, aber „dies müsse dem spirituellen Charakter des Klosters gerecht werden“.

Als weitere Meilensteine im nächsten Jahr nannte Bürgermeister Kerle, die Gemeinde zukunftsfähig zu halten unter anderem mit dem Bebauungsplan Sandgrubenfeld und 40 Wohneinheiten, dem Hochwasserschutz, Sanierungsmaßnahmen (Schultreppe 3), zusätzlichen Kindergartenplätzen. Denn: Die Marktgemeinde wächst und wird in Kürze die 8000er-Grenze überschreiten. „Ein Bürgermeister würde sich schwer tun, hätte er einen Gemeinderat, der nicht willens wäre, sachorientiert zu arbeiten. Kerle zeigte sich stolz, über das „Privileg, diesem Gemeinderat vorstehen zu dürfen“.

Stolz durfte an diesem Abend auch Altbürgermeister Konrad Wagner sein. Anton Kerle hob das Ereignis hervor, das er miterleben durfte und gerne mehreren vergönnt hätte: die Verleihung des Ritterkreuzordens der Republik Ungarn im dortigen Parlament. Wagner hatte dies bekommen, weil er die Partnerschaft als Bürgermeister mitinitiiert hatte. Dies war Anlass für Anton Kerle, Wagner zu bitten, sich in das Ehrenbuch der Gemeinde einzutragen. Konrad Wagner tat dies aber nicht, ohne zu erwähnen, dass der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Wolfgang Grimm, seit jeher alles daran gesetzt habe, dass „die Partnerschaft lebt und gelebt wird“.

Zweiter Bürgermeister Josef Wiedmann zeichnete für das „Damenprogramm“ verantwortlich und übergab den „informellen Chefs“, Anni Kerle und Bettina Reiter, Blumen für deren „Hilfsbereitschaft und Sozialkompetenz“.

Sabine Schäfer

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