Demonstrierten Einigkeit: Heikki Räty (l.) und Herbert R. Ullmann bei der Pressekonferenz. foto: hab

MD-Gelände: Die Finanzierung steht

Dachau - „Die Finanzierung ist gesichert, wir sind bereit", sagte Herbert R. Ullmann. Er, Heikki Räty sowie Benjamin Waitz wollen mit dem Rückbau des MD-Geländes beginnen.

Die Dachau Entwicklungsgesellschaft (DEG) präsentierte sich gestern bei einem Pressetermin selbstsicher: „Ja, wir können die Entsorgung der Altlasten stemmen“, sagte Geschäftsführer Herbert R. Ullmann. Mehrere Banken haben der DEG auf Basis des Plans des Architekturbüros Trojan, Trojan und Partner Zusagen gegeben, dass sie die Finanzierung der Kosten für Abriss, Altlastenbeseitigung und Erschließung des rund 17 Hektar großen Geländes übernehmen. Die Voraussetzung für die Bankbürgschaft ist rechtskräftiges Baurecht und ein Nachweis der Kostensicherheit für Abriss, Altlastenbeseitigung und Erschließung. „Dann können wir unsere Verpflichtungen bis zum Schluss erfüllen“, so Ullmann. Die genauen Kosten für Abriss, Dekontamination und Erschließung wagt Ullmann nicht zu schätzen. Sie liegen im „hohen zweistelliger Millionenbereich“.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, betonte Ullmann beim Pressegespräch mehrmals. Jetzt sei die Stadt am Zug: Die DEG erwartet Baurecht - und damit grünes Licht, um loslegen zu können. Zusammen mit Heikki Räty, Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens Myllykoski, dem das MD-Gelände gehört, und dem Hamburger Anwalt Dr. Benjamin Waitz, Berater der Eigentümerfamilie, hofft Ullmann auf eine richtungsweisende Entscheidung des Bauausschusses am 19. März. Alle Drei betonen: „Mit uns kann man verhandeln.“

Denn Ende November hatte sich der Bauausschuss fast einstimmig gegen eine Bebauung des MD-Sportgeländes an der Rosenstraße ausgesprochen. Aber auch diese Fläche sei kontaminiert - „da kann sich niemand langfristig aufhalten“, so Ullmann. Das Ziel der DEG sei, alle Flächen zu dekontaminieren - auch das Sportgelände. „Wir sind bereit, darüber zu diskutieren, wie eine Bebauung auf dem Sportplatz aussieht.“ Verschiedene Nutzungen könne er sich vorstellen - etwa ein Kindergarten oder Teile als Landschaftsschutzgebiet.

Heikki Räty machte keinen Hehl daraus, dass „wir eine angemessene Rendite bekommen müssen“. Es sei ihm aber wichtig, das Gelände gemeinsam mit der Stadt zu entwickeln. Die Grundlage für diese Zusammenarbeit ist der städtebauliche Vertrag, der der Stadt laut Ullmann bis zuletzt Einflussmöglichkeiten gibt. Auch Jurist Waitz wies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Eigentümer hin, trotzdem: „Wir erwarten, dass die Stadt nachzieht mit entsprechenden Beschlüssen.“ Der Bauausschuss müsse erklären, welche Auflagen er fordert. Ullmanns Ziel: „Bis Ende 2014 versuchen wir, Baurecht zu erhalten.“

Bauausschuss-Sitzung

Der Bauausschuss beschäftigt sich in der Sitzung am Dienstag, 19. März, um 18 Uhr im neuen Sitzungssaal mit dem Konzept der DEG. Außerdem steht der Antrag des Bündnis für Dachau auf der Tagesordnung, ob auf dem ehemaligen MD-Gelände eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme angewendet werden kann.

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