Viele haben Angst vor ihr: die Hornisse. foto: mm

Immer mehr Menschen fürchten sich vor den Insekten

Mehr Hornissen- und Wespenberater am Landratsamt Dachau

In den vergangenen Jahren haben laut Landratsamt Dachau immer mehr Menschen Angst vor Bieten und Wespen. Jetzt stockt das Landratsamt um weitere Berater auf. Ein Gespräch mit Alexander Wolfseder.

Dachau – Das Näherrücken des Sommers bedeutet gleichzeitig ein Näherrücken der Wespen- und Hornissensaison. In den vergangenen Jahren haben laut Landratsamt Dachau immer mehr Menschen Angst gerade vor diesen beiden Insektenarten. Wie soll man sich gegenüber Wespen und Hornissen verhalten? Um den Informationsbedarf der Bevölkerung zu decken, hat das Landratsamt Dachau, Abteilung unterer Naturschutz, beschlossen, die beiden zur Zeit ehrenamtlich engagierten Hornissen- und Wespenberater um drei weitere Kollegen aufzustocken. Anlass genug, um dem zuständigen Ansprechpartner im Landratsamt, Alexander Wolfseder, vier Fragen zu dem Thema zu stellen:

-Herr Wolfseder, was genau ist die Aufgabe der Hornissen- und Wespenberater?

Hornissen und Wespen sind absolut schützenswert, weil sie durch die Vertilgung von Schadinsekten und ihre Bestäubungsleistungen einen gewaltigen Beitrag zur Aufrechterhaltung unseres Ökosystems leisten. Wenn sich ein Hornissen- oder Wespennest jedoch in unmittelbarer Nähe von Wohn- oder Gartenraum befindet, kann dies zu Unsicherheiten und Ängsten führen. Die Hornissen- und Wespenberater können daher bei Problemen und Fragen zu diesen Insekten mit Rat und Tat zur Seite stehen und den Betroffenen Tipps im Umgang mit den Tieren geben.

-Wie sieht diese Betreuungsleistung denn aus?

Man führt nach der Bestimmung der Art eine individuelle Beratung durch, da vielfach bereits durch die richtige Verhaltensweise ein verträgliches Miteinander von Mensch und Hornisse oder Wespe erreicht und Ängste genommen werden können. Aber auch andere Lösungsmöglichkeiten bis hin zu einer Umsiedlung von Nestern durch die Hornissen- und Wespenberater oder, als letztes Mittel, auch die Genehmigung zur Abtötung besonders geschützter Hautflügler sind diskutierbar.

-Welche Qualifikationen sollten Interessierte mitbringen, um zu ehrenamtlichen Beratern zu werden?

Für eine Bestellung in diese Position ist neben dem Interesse und der Bereitschaft sich zu engagieren entweder praktische Erfahrung erforderlich oder ein entsprechender Lehrgang zum Hornissen- und Wespenberater.

-Welchen Gefahren sind die Freiwilligen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ausgesetzt?

Durch die verwendete Schutzkleidung ist grundsätzlich ein guter Schutz vor Insektenstichen gewährleistet, aber natürlich besteht trotzdem die Gefahr, gestochen zu werden. Eine übliche Vorsicht ist insbesondere beim Besteigen von Leitern geboten, da es hier durch einen Sturz zu Verletzungen kommen kann.

Interview: Claudia Lepuch

Nähere Infos

zum Thema gibt es bei der unteren Naturschutzbehörde.

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