Mehrausgaben im Bereich Asyl

Dachau - Der Landkreis Dachau hat aus dem vergangenen Jahr noch zwei außerplanmäßige Ausgaben im Bereich Asyl ausstehen.

Der eine Posten betrifft Leistungen der Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Höhe von rund 70 000 Euro. Der Kreisausschuss genehmigte diese Überschreitung.

Beim zweiten Posten im Bereich der Noterstaufnahme-Einrichtung Tennishalle Indersdorf ist der Kreistag für die Genehmigung der Überschreitung zuständig, da sich die Kosten auf über 100 000 Euro belaufen. Genauer: Es handelt sich insgesamt um rund 328 000 Euro. Diese Kosten entstanden bei der Unterbringung von 104 Asylbewerbern von Mitte November bis Mitte Dezember.

Georg Weigl (ödp), selbst aktiv im Indersdorfer Helferkreis, hinterfragte in der Sitzung die hohe Summe. Nach Angaben von Landrat Stefan Löwl ist diese vor allem auf Personalkosten zurückzuführen. „Wir hatten allein 24 Stunden am Tag sechs Leute als Wachdienst“, erklärte der Landrat. Und das nicht nur die vier Wochen lang, sondern auch zusätzlich für die Zeit des Auf- und Abbaus, also rund acht Wochen insgesamt. Dazu kämen beispielsweise Arztkosten, Miete und Verpflegung.

Positiv hervorzuheben: „Bei den Kosten sind nicht mal die Helfer von THW und Rotem Kreuz dabei. Die haben uns keine Rechnung für ihre Einsätze geschickt“, berichtete Löwl. Der Kreisausschuss beschloss, dem Kreistag die Übernahme der Ausgaben zu empfehlen.

(sue)

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