„Die Feder“: Mayumi Yamakawa und Glasmacher Gianni Zurru mit der Siegervase. foto: kn

Ein Meisterwerk in tiefem Rot

Dachau - Was passiert, wenn Künstler ohne Erfahrung in der Glasherstellung und Glasbläser ohne künstlerischen Hintergrund zusammenarbeiten? Die Antwort: Glaskunst vom Feinsten, wie man sie derzeit in der Ausstellung des Wettbewerbs „Premio Murano 2013“ sehen kann. Für ihre Kunst erhielt die Hebertshausenerin Mayumi Yamakawa heute Gold.

Auf der Insel Murano in der Lagune von Venedig erhielten die Malerin Mayumi Yamakawa sowie die muranesischen Glasmacher Mauro Molin und Gianni Zurru Goldmedaillen für eine ungewöhnliche Vase - Yamakawa für den Entwurf, Molin und Zurru für die handwerkliche Realisierung.

Die 30 Zentimeter hohe Vase in tiefem Rot geht nach oben in eine schwarze Spirale über. „Spring“ (Englisch für „Feder“ oder „Frühling“ ) hat Yamakawa ihr Werk genannt, das die neunköpfige Jury aus Glassachverständigen und Glasmeistern in der Kategorie „Hochtemperaturglas“ kürte - ein Verfahren, das auch traditionelle Glasbläser anwenden.

Insgesamt hatten 171 Künstler aus elf Ländern 274 Entwürfe eingereicht. 30 dieser Arbeiten hatte die Jury im September für die Finalrunde ausgewählt. Anschließend machten sich die Glashandwerker an die Arbeit. Anfang Dezember trat die Jury erneut zusammen und entschied in dem mit 17 000 Euro dotierten Wettbewerb über den Gesamtsieger und die Spartensieger in den vier klassischen handwerklichen Kategorien „Hochtemperaturglas“, „Lampen“, „Niedertemperaturglas“ sowie „Ziselieren und Dekoration“.

Mayumi Yamakawa hatte sich mit ihrer kolorierten Zeichnung „aus Neugier, was in Glas möglich ist“, beteiligt. Sie freute sich sehr über den Preis. „Entwerfen kann man alles, aber ist es auch umsetzbar?“, so die Künstlerin bei der Siegerehrung.

(dn)

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