Einladung an Bundeskanzlerin

Merkel besucht KZ-Gedenkstätte Dachau

Dachau – Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend des 20. August in Dachau einen Parteitermin auf dem Volksfest absolvieren wird, stand bereits schon seit längerem fest. Jetzt wurde bekannt, dass Merkels Besuch in der Großen Kreisstadt länger als geplant ausfallen wird.

Wie Max Mannheimer, Präsident der Lagergemeinschaft Dachau und Vizepräsident des Internationalen Dachau-Komitees, am Dienstagabend mitteilte, soll Merkel vor ihrem Auftritt im Bierzelt die KZ-Gedenkstätte besuchen. Die Pressestelle des Bundeskanzleramts wollte den Termin noch nicht offiziell bestätigen. Die Termine der Kanzlerin würden grundsätzlich nur kurzfristig bekannt gegeben – zu schnell könne sich in Merkels Kalender etwas ändern. Fest stehe allerdings, dass Merkel schon seit längerem eine Einladung Mannheimers in die Dachauer Gedenkstätte vorliege. Max Mannheimer jedenfalls freut sich über die – wenn auch noch inoffizielle – Zusage Merkels: „Ich danke der Bundeskanzlerin für ihren historischen Besuch. Erstmals besucht ein amtierender Bundeskanzler die KZ-Gedenkstätte Dachau.“

Für den 93-Jährigen ist dieser Besuch daher nicht nur aus historischer Perspektive von ganz besonderer Bedeutung: „Mit dem Besuch der Bundeskanzlerin wird sich für immer verbinden, dass die Gräuel der Vergangenheit niemals vergessen werden. Das Signal des Respekts für die ehemaligen Häftlinge, das Frau Merkel damit setzt, ist für uns Überlebende sehr wichtig.“ In einer Zeit, in der ein großes Maß an Antisemitismus feststellbar sei, in der Anfeindungen gegenüber Juden erschreckend zunehmen und rechtsextremistisch motivierte Straftaten drastisch ansteigen würden, „ist dieser Besuch politisch und gesellschaftlich äußerst bedeutend.“

dn

Rubriklistenbild: © dpa

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