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Die Filiale der Metzgerei Mayr schließt: Am heutigen Samstag ist der letzte Verkaufstag.

Personalmangel in der Dachauer Filiale

Metzgerei Mayr schließt nach 20 Jahren

Die Filiale der Metzgerei Mayr in der Frühlingsstraße in Dachau schließt. Am morgigen Samstag ist der letzte Verkaufstag. Der Grund dafür ist der Mangel an qualifiziertem Personal.

Dachau –  Der Grund dafür ist der Mangel an qualifiziertem Personal. „20 Jahre haben wir jetzt da drin gearbeitet. Jetzt ist leider Schluss“, erklärt Metzgermeister Georg Mayr. Der Laden in Schwabhausen bleibe aber weiterhin bestehen.

Lange habe man vergeblich versucht, neues Personal zu finden, so Mayr. Aber trotz intensiver Anstrengungen wurden keine Metzgereifachverkäufer gefunden, die dem Personalmangel entgegenwirken hätten können. Und so war das Ende dieser traditionsreichen Filiale nicht mehr abzuwenden.

Auch Werner Braun, Obermeister der Metzgerinnung Dachau-Freising, ist über den Ausgang betrübt: „Das Ende eines solchen Vorzeigebetriebs ist immer sehr traurig.“ Die Problematik, Fachkräfte im Metzgerhandwerk zu finden, sei jedoch nicht neu – viele Metzgereien würden händeringend nach Angestellten suchen.

Aber nur noch Wenige entscheiden sich für eine Ausbildung als Metzgereifachverkäufer. Braun vermutet die Gründe dafür in dem – zu Unrecht – geringen Ansehen des Berufs. Um dem entgegenzuwirken, versuchen die Metzger verstärkt, auch Quereinsteiger für den Beruf zu gewinnen. In Augsburg gibt es seit einiger Zeit ein Programm, das Quereinsteigern in einem Kurs die Grundlagen des Fachverkäuferhandwerks näherbringt und bei dessen Abschluss man sich als „gelernte Fachkraft“ bezeichnen darf. Als Anreiz wird jedem Kursteilnehmer, der im Anschluss zwei Jahre in einem Metzgereibetrieb arbeitet, die Kursgebühr zurückerstattet.

Aber nicht nur der Personalmangel führte zur Aufgabe der Filiale der Metzgerei Mayr. Der bürokratische Aufwand und die vielen Auflagen seien zu viel geworden. „Wir haben immer einen vorbildlichen Betrieb geführt, bei dem es nie wirtschaftliche oder hygienische Probleme gab“, erklärt Mayr. Die aktuelle Auflagenflut sei aber nur für Industriebetriebe angemessen, mittelständische Familienbetriebe würden sich dagegen schwer tun, in diesem Umfeld mit den Großen der Branche mitzuhalten.

Mit dem Ende der Metzgerei stellt sich auch die Frage, wie es mit der Bäckerei Kornprobst weitergeht. „Die Kombination aus beidem war perfekt, aber alleine wird es sehr schwer“, erklärt Mayr. Was dann mit dem Gebäude passiert, ist noch unklar. Es gäbe schon Mietinteressenten, aber „was genau kommt, weiß ich nicht“, so Mayr.

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