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Schneefrau sucht Schneemann: Lang wird's nicht gedauert haben.

Faschingszug Vierkirchen

2000 Teilnehmer, 2500 Menschen an der Straße

Vierkirchen - 2000 Teilnehmer, mindestens 2500 Zuschauer und dazu schönster Sonnenschein: Der Vierkirchner Faschingsumzug war heuer „bsonders sche“, wie sogar die nahezu unabhängige Presse hernach feststellte.

Der Faschingssamstag steht im Dachauer Hinterland stets im Zeichen des Faschingszuges in Vierkirchen. Seit bald 40 Jahren veranstaltet der Verein für Kultur und Brauchtum zusammen mit der Gemeinde den Umzug, der von Jahr zu Jahr länger wird. Der Vierkirchner Kulturchef Hans Kohmann sprach bei der Begrüßung von rund 2000 Teilnehmern, die in 42 originellen Wagen und 17 lustigen Fußgruppen unterwegs waren. Die Zuschauerzahl schätzte Kohmann auf 2500.

Die Bilder vom Vierkirchner Faschingsumzug

Bei optimalem Wetter herrschte entlang der bunt geschmückten Straßen beste Stimmung. Erstaunlich, mit welch vielfältigen Ideen die Mitwirkenden auch 2016 wieder überraschten.

Mehrfach wurde der Abgasskandal von VW aufs Korn genommen. Etwa so: „Pfürzt die Kuh Amonjak, kriegt sie von VW den Kat.“

Neben den Teilnehmern aus dem Gemeindebereich Vierkirchen und der näheren Umgebung wie Petershausen, Biberbach, Kammerberg, Aufhausen und Ebersbach kam auch diesmal ein Großteils der Teilnehmer von weit her. Zum Beispiel aus Haimhausen, Hirtlbach und Niederroth, ja sogar bis aus Friedberg und Pfaffenhofen. Angeführt wurde der Mega-Umzug von der Blasmusik Vierkirchen.

Von den Einheimischen war zuerst der Gemeinderat zu sehen: als Kanalratten. In Anspielung auf den maroden Kanal in Rettenbach stellten sie fest: „Wenn der Kanalratz auf der Straße schwimmt, wird es Zeit, dass endlich der Bagger kimmt.“ In bester Laune war auch Bürgermeister Harald Dirlenbach als gutgenährter Nager zu erkennen.

„Schneefrau sucht Schneemann“ hieß das Motto der Vierkirchner Knallerfrauen. Bei ihrem flotten Aussehen dürfte es nicht lange gedauert haben, bis sich wer meldete.

Eine Achterbahn brachten die ED’s vom Fuaßboi auf die Straße. Ihnen folgten bald die Mitglieder vom Wohnwagen Vierkirchen und die recht stark vertretenen Pasenbacher. Die Altburschen hatten sich Fred Feuerstein als Motto ausgesucht und machten so ebenfalls auf die Abgastricks aufmerksam. Die Pasenbacher (Jung?) Burschen hatten das wohl größte und aufwendigste Gefährt des Nachmittags: Sie thronten als antike Römer hoch oben auf ihrem „Imperium Paso“. Selbstverständlich durften auch die Gmoahexen mit Oberhexe Sylvia nicht fehlen, die sich vom Unsinnigen Donnerstag wieder recht gut erholt zeigten.

Beim anschließenden Faschingstreiben am Rathausplatz wurde noch mal kräftig von den Teilnehmern und Zuschauern bei toller Stimmungsmusik Fasching gefeiert. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der Prinzengarde Kammerberg-Fahrenzhausen mit Prinzessin Julia I und Prinz Hubert II, die mit mit viel Beifall bedacht wurden. Außerdem gab es Orden für verdiente Faschingszugteilnehmer und Helfer. An den Buden sorgten örtliche Vereine und Gruppen dafür, dass auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.

„Kult-Kultur -Heidi“, auch heuer wieder Chef-Tippsi der „Vierkirchna narrischen Nachrichten“, zog bei einem letzten Absacker noch am späten Abend des Faschingssamstags ihr persönliches Fazit: „Helau, heier war’s moi wieda bsonders sche!“ Dem ist nicht mehr hinzuzufügen.

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