+
Mit zahlreichen Interessierten wurde die erste Bank in Wollomoos geweiht. 

MItfahrbankerl geweiht

Eine Aktion, die verbindet

Früher war Trampen geradezu modern. Reisewillige kamen günstig, wenn auch mit manchen Gefahren verbunden, von Ort zu Ort. Möglichst ohne Risiken sollen die Mitfahrbankerl die Mobilität auf dem Land erhöhen. In Wollomoos gab es dazu jetzt den kirchlichen Segen.

Von Gisela Huber

Wollomoos Es kann losgehen mit der Reisegemeinschaft, denn die Mitfahrbankerl stehen bereit und wollen genutzt werden. In einem kleinen Festakt vor dem ersten Bankerl in Wollomoos gegenüber der Kirche segnete Pater Clemens von hier aus auch stellvertretend die übrigen Mitfahrbankerl in Altomünster, Thalhausen, Pfaffenhofen und Sielenbach. Der Geistliche wünschte den Mitfahrern nicht nur eine gute Fahrt, sondern vor allem auch immer ein gutes An- oder Heimkommen.

Für die Initiatorin der Aktion, Marianne Kerle, war es ein besonderer Augenblick, dass ihre Idee mit Unterstützung vieler helfender Hände nun so schnell verwirklicht werden konnte. Sie dankte vor allem ihrem Team, das sich habe anstecken lassen von ihrer eigenen Begeisterung für solche Bankerl und meinte: „Wir haben in den vergangenen Monaten viel mehr zu tun gehabt, als wir geahnt haben.“

Die Bankerl selbst, die in unterschiedlichster Bauform entstanden sind, mussten ja geschaffen werden, ein Logo für die Haltestation gefunden, die Halterungen für die Ortsnamen organisiert und noch viel mehr gab es an vorbereitender Arbeit. Zudem musste ein wenig Geld gesammelt werden, denn umsonst sei auch nicht alles zu beschaffen gewesen, so Marianne Kerle. „Allein kann man das nicht bewerkstelligen, betonte Marianne Kerle und dankte aber auch den Vertretern des Landvolkes Aichach, durch deren Bericht von gutem Gelingen dieses Projektes an anderen Orten sei eigentlich erst der Gedanke entstanden, „dass so was auch bei uns funktionieren könnte“. Eines gab Marianne Kerle aber auch jetzt schon den vielen Anwesenden mit auf den Weg: „Ob die Aktion Mitfahrbankerl gelingt, das liegt bei Euch allen!“ Für sie ist es wichtig, dass durch diese Bankerl Menschen miteinander verbunden werden und sei es nur um dazusitzen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Wer sich allerdings auf die Reise zu den angrenzenden Orten begeben will, der muss an der Mitfahrbankerlstation den jeweiligen Ort in die Höhe klappen.

Wie die Bankerl aussehen und wo genau sie stehen, das konnten die Männer und Frauen und vor allem die Kinder dann bei einer Rundfahrt mit einem schönen Oldtimer-Bus erleben und dabei auch ihre Stempel für die Verlosung sammeln.

In Wollomoos wurde aber erst einmal der Anlass mit Weißwürsten und frischen Brezen gefeiert, die es zur Feier des Tages umsonst gab.

Zweiter Bürgermeister Josef Wiedmann drängte es geradezu, angesichts des gelungenen Startes und der Weihe in Wollomoos auch ein paar Worte zur Bankerlaktion zu verlieren. „Sicher war sich Marianne nicht, wie ihr Antrag ankommt, den sie der Christkindlmarktversammlung den mitwirkenden Vereinen unterbreitet hat“, erinnerte er und sie sei sicher noch mehr darüber überrascht gewesen, dass keiner der Anwesenden ihrer Idee und ihrem Antrag auf finanzielle Unterstützung für die Bankerl widersprochen hat. Umso mehr freute es den Vizebürgermeister, dass alles so gut geklappt hat und man heute vor den sieben Bankerl stehen und sie bewundern kann.

Die Verlosung findet am morgigen Sonntag um 17 Uhr am Bankerl an der Kirche statt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Computersystem in Notaufnahme fällt für mehrere Stunden aus
Ein IT-Fehler hat am Dienstag zwischen 2.15 und 9.35 Uhr morgens in der Notaufnahme der Helios Amper-Kliniken für Probleme gesorgt. Es handelte sich um ein …
Computersystem in Notaufnahme fällt für mehrere Stunden aus
Polizei sucht schwarzen Fiat 500
Ein unbekannter Autofahrer hat am Montagabend in Indersdorf einem 16-jährigen Rollerfahrer die Vorfahrt genommen. Der Rollerfahrer konnte einen Zusammenstoß vermeiden, …
Polizei sucht schwarzen Fiat 500
Beim Empfang zeigt sich: Den Neubürgern gefällt Indersdorf 
In Niederroth ist es viel persönlicher, nicht so anonym. Und in Ainhofen oder Glonn kann man sich einfach mehr Wohnraum als in Dachau oder München leisten. Die Neubürger …
Beim Empfang zeigt sich: Den Neubürgern gefällt Indersdorf 
Die Odyssee als modernes Märchen
Mit der  „Geschichte der Odyssee“ hat das Hoftheater wieder ins Schwarze getroffen. Bei der Premiere gab‘s Bravorufe.
Die Odyssee als modernes Märchen

Kommentare