Kleiner Startschuss: Petra Thiele (2.v.l.) und Brigitte Schmid (l.) von der Mittagsbetreuung freuten sich ebenso wie Bürgermeister Manfred Betzin (r.) über die Spende, die Robert Sellmair (2.v.r.) übergab. ost

Mittagsbetreuung für alle

Jetzendorf - Die Mittagsbetreuung für die Grundschüler der Jetzendorfer Schule ist neu strukturiert worden - und bietet ab September ein umfangreiches Betreuungsangebot für alle Grundschüler an.

Derzeit werden schon Kinder aus den dritten und vierten Klassen betreut.

Das Betreuungsangebot beinhaltet auch Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung für die Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klasse. Zum Nulltarif kann diese Mittagsbetreuung natürlich nicht angeboten werden. Der Gemeinderat hat daher nun eine Gebührensatzung beschlossen, die nach Meinung von Bürgermeister Manfred Betzin eine solide Basis sein soll, sowohl für die Eltern der betroffenen Kinder als auch für das Personal der Mittagsbetreuung.

Betzin sprach von einem verwaltungstechnisch überschaubaren Aufwand, was aufgrund der sehr unterschiedlichen Buchungszeiten aber nicht immer einfach sei. Für jeden angefangenen Monat der Betreuung werden laut Satzung folgende monatlichen Gebühren erhoben:

-Für die Betreuung bis 13 Uhr: einmal wöchentlich 15 Euro; zweimal wöchentlich 20 Euro; dreimal wöchentlich 25 Euro; viermal wöchentlich 30 Euro; fünfmal wöchentlich 35 Euro.

-Die monatliche Gebühr für die Betreuung ab 13 Uhr beträgt bei einer Buchung bis 15.30 Uhr 55 Euro, bis 16 Uhr 60 Euro und bis 16.30 Uhr 70 Euro.

Werden unterschiedlich lange Betreuungszeiten gebucht, entsteht die Gebühr in Höhe der Gebühr für die längste Buchung. Für Buchungen, die regelmäßig nicht in Anspruch genommen werden, behält sich die Gemeinde zusätzlich zu den normalen Gebühren die Erhebung einer monatlichen Pauschale von 50 Euro vor, da für diese Zeiten Personal vorgehalten werden muss. Das Personal der Mittagsbetreuung überprüft entsprechend der Satzung die Abholzeiten und teilt der Verwaltung gegebenenfalls Abweichungen mit.

„Was ist regelmäßig?“ fragte der Lampertshauser Gemeinderat Stefan Gottschalk in der Diskussion zur Satzung. Diese Frage müsse laut Bürgermeister die Betreuungsperson vor Ort entscheiden. Gottschalk habe auch festgestellt, dass Eltern indirekt bestraft werden, wenn sie ihr Kind zu früh abholen. „Dann müssen die Eltern halt eine vernünftige Buchungsänderung durchführen und Luftbuchungen vermeiden. Das sind erfahrungsgemäß aber nur eine Handvoll Fälle“, konterte Betzin. Wenn öfter gegen die Buchungsvereinbarung verstoßen wird, könne die Gemeinde im schlimmsten Fall sogar einen Ausschluss aus der Mittagsbetreuung erwirken. So weit soll es nach Meinung der Verwaltung aber nicht kommen.

Die beschlossene Satzung schreibt auch vor, dass die Abmeldung eines Kindes jeweils zum Monatsende unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen zulässig ist. Während der letzten drei Monate des Schuljahres ist eine ordentliche Kündigung nicht möglich. Bei Vorliegen besonderer Voraussetzungen, beispielsweise beim Wegzug aus der Gemeinde, kann hiervon eine Ausnahme erteilt werden.

Zunächst aber freut man sich in Jetzendorf, dass die Mittagsbetreuung unter geändertem Reglement schwungvoll starten kann. Die Leiterin der Mittagsbetreuung Petra Thiele und die Betreuerin Brigitte Schmid hatten bereits besonderen Grund zur Freude, denn der Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes, Robert Sellmair, ist mit einem Spendenscheck über 300 Euro vorstellig geworden. Damit soll die Anschaffung eines „Wärmewagens“ zum Warmhalten der Speisen ermöglicht werden. Der Verband habe diese Spende durch den Erlös eines Standes am Jetzendorfer Wald-Christkindlmarktes ermöglicht, was der Bürgermeister begrüßte.

(ost)

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