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"Elemente" lautete der Titel der Petershausener Kunstausstellung.

Kunstausstellung in Petershausen

Spiel mit den Elementen

Petershausen - Unter dem Motto „Elemente“ stand heuer die Ausstellung „Alles ist Kunst“ in der Mehrzweckhalle Petershausen. Ein Thema, das den Künstlern Raum gibt – in der Wahl des Materials und in der Wahl des Motivs gleichermaßen.

„Hier in dieser Halle ist alles Kunst“, sagte Bürgermeister Marcel Fath bei der Eröffnung der Ausstellung „Alles ist Kunst“ in der Mehrzweckhalle Petershausen. Dabei meinte er jedoch nicht nur die Werke der Aussteller, sondern auch andere kulturelle Veranstaltungen, die hier stattfinden.

„Jedes Kunstwerk trägt Energie in sich“, stellte die Vorsitzende des Kulturförderkreises Petershausen, Barbara Blickle, in ihrer kurzen Begrüßungsansprache fest. „Es ist eine positive Energie, und das ist in einer Zeit, in der so viel negative Energie unterwegs ist, gut.“ Daher sei die Ausstellung eine Gelegenheit, positive Energie zu sammeln und auszusenden.

Besonders viel Mühe haben sich Ausstellungsorganisatorin Nicole Friedl und ihr Team gegeben, das wieder von Grundschul-Hausmeister Robert Siegl tatkräftig unterstützt worden war.

Auf das Motto „Elemente“ im Themenpavillon, dem großen weißen Zelt in der Mitte der Halle, ging Fath in seinem launigen Grußwort ein: „Das Element ist die Grundlage jeder künstlerischen Darstellung.“ Der Punkt sei die kleinste Fläche und die Linie das, was man stets von ihm fordere. Die Farbe nannte er ein Gestaltungsmittel, in der Kunst wie in der Politik, wenn man an die politische Farbgebung denke. „Was ich mache, ist vielleicht Kunst, und Politiker könnten Künstler sein.“

Auch Nicole Friedl ging auf die Elemente ein: „Die Übersetzung aus dem Brockhaus lautet: Grundbestandteil, Grundstoff, Komponenten, Naturgewalt, Naturkraft. Bereits in der antiken Philosophie wurde damit das Werden und Vergehen erklärt.“ So etwa, wenn Empedokeles in den Elementen Feuer, Erde, Luft und Wasser etwas Unveränderliches sah. Plato hat dagegen die Elemente als geometrische Körper definiert. „Was hat das alles jetzt mit dieser Ausstellung zu tun?“, fragte Friedl – und gab gleich selbst die Antwort: „Wir haben dieses Jahr für unseren Pavillon das Thema Elemente gewählt. Vielschichtig öffnen sich in den Bildern und Skulpturen die Intensität und die Strahlkraft der Natur.“

Entstanden sind Bilder, Fotos, Drucke und Skulpturen, die Menschen in der Tiefe berühren. In ihnen werden die Lebensgesetze von der Antike bis in die heutige Zeit versinnbildlicht. Nicole Friedl schloss mit den Worten: „Wir laden Sie ein, sich auf die Suche nach den Elementen zu machen.“

Die Vielfalt in der Halle war riesengroß. Die Ausstellung umfasste eine Vielzahl von Kunstrichtungen. Zu bewundern waren zum Beispiel Textilien, Gedrechseltes oder Getöpfertes, Gemälde, Fotos und sogar Krippen mit Zubehör.

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