Viertes Gymnasium

Die Chancen für Karlsfeld steigen

Karlsfeld/Dachau - Für Karlsfeld ist es nicht wenig als ein Traum: ein Gymnasium auf Gemeindegebiet. Auch München hat Interesse an einem solchen Neubau. Und die neuesten Signale aus der Landeshauptstadt sind vielversprechend.

Über positive Nachrichten aus München freuen sich Landrat Stefan Löwl und der Karlsfelder Bürgermeister Stefan Kolbe zum Jahresstart. Die Münchner „Schulbürgermeisterin“ Christine Strobl hat sich öffentlich sehr positiv zum gemeinsamen Schulprojekt eines weiteren Gymnasiums im Landkreis Dachau geäußert. Dieses Gymnasium soll unmittelbar an der Grenze zur Landeshauptstadt entstehen: in Karlsfeld. Strobl wird in den Medien mit einem Baukostenzuschuss im „zweistelligen Millionenbereich“ zitiert. Bereits kommende Woche ist ein weiteres Treffen der Fachleute aus Stadt- und Landkreisverwaltung terminiert, um weitere Details auszuarbeiten.

Landrat Stefan Löwl: „Damit rückt ein viertes Gymnasium in Karlsfeld ein deutliches Stück näher. Oberbürgermeister Dieter Reiter meint es ernst mit einer Kooperation auf Augenhöhe“.

Selbstverständlich sei das nicht, so Löwl. Bereits vor Jahren hatte der Landkreis einen ähnlichen Anlauf unternommen, der damals nicht zum Ziel führte. Jetzt wird es letztlich auf die Entscheidung des Kultusministeriums ankommen.

Stadt und Landkreis Dachau haben dazu ihre Hausaufgaben gemacht. Beide erstellten eine Bedarfsanalyse, die es jetzt gilt zusammenzuführen und einen nachhaltigen Bedarf für ein drei- bis vierzügiges Gymnasium im Landkreis belegen. Der Stadt München liegt zwischenzeitlich auch eine rechtliche Einschätzung der Regierung von Oberbayern zur geplanten Kooperation vor. Ergebnis: Die Regierung hat einer finanziellen Beteiligung in Form eines Zuschusses an den Landkreis Dachau zugestimmt.

Der Dachauer Kreistag hatte die notwendigen Grundsatzbeschlüsse bereits im vergangenen Jahr gefasst. Unstrsitt ist der Standort Karlsfeld, wenn der Landkreis ein viertes Gymnasium baut. Die Gymnasien in Dachau und das Gymnasium Indersdorf haben seit Jahren Kapazitätsdprobleme.

Landrat Stefan Löwl und Bürgermeister Kolbe trieben den Grunderwerb voran. Der Kreistag bewilligte dazu eigens einen Nachtragshaushalt, so dass Landkreis und Gemeinde zusammen bereits über ausreichend Grundstücksflächen verfügen, um das Schulprojekt auch umsetzen zu können. Eine von der Gemeinde Karlsfeld in Auftrag gegebene städtebauliche Machbarkeitsstudie für einen Standort in Nähe des S-Bahnhofs fiel ebenfalls positiv aus.

Das Gymnasium soll – so es denn kommt – auf der Freifläche zwischen Bayernwerkstraße und Lärchenweg bzw. zwischen Ackerstraße und Auf dem weitläufigen Areal plant die Gemeinde Karlsfeld auch ein Kinderhaus (wir berichteten).

Einige Grundstücke gehörten schon der Gemeinde, andere wurden hinzugekauft. Mit den Aufwendungen für den Grunderwerb liegen die Kosten für das vierte Gymnasium bei 50 bis 70 Millionen Euro. Landrat Löwl betont jedoch, dass es sich hier nur um eine grobe Schätzung handelt. Ehe eine genauere Kalkulation möglich ist, müssen noch Fragen geklärt werden; etwa, ob nun ein drei- oder ein vierzügiges Gymnasium gebaut wird, welches Raumprogramm letztlich verwirklicht werden soll und welche Sportflächen entstehen werden.

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