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In zwei Hauptrollen: Herbert Müller als „Macher“ und in der Rolle des Esels Rucio mit dem vielseitigen Sancho Pansa, dem treuen Gefährten des Ritters Don Quichotte.

Musikalischer Theatersommer

Der Funke sprang jedesmal über

Bergkirchen - Ein spielfreudiges Ensemble und außergewöhnliche Spielstätten. Fortsetzung folgt beim Musikalischen Theatersommer. 

Der Musikalische Theatersommer 2016 rund um den Schlossberg Lauterbach hat das Publikum begeistert, und Lauterbach ist mit den außergewöhnlichen Spielstätten in der Sporthalle des TC Lauterbach und im Innenhof des Schlosses der Familie von Hundt in den Mittelpunkt gerückt.

„Wir hatten 13 nahezu ausverkaufte Vorstellungen, das erhoffte Ziel ist also erreicht“, freut sich Herbert Müller, der zusammen mit Ulrike Beckers das Hoftheater Bergkirchen leitet. „Ich denke, wir hatten ein sehr spielfreudiges Ensemble aus Sängern, Schauspielern, Musikern und den Damen des Chores, das die 400 Jahre alte Geschichte des Don Quichotte unterhaltsam auf die Bühne gebracht hat. Wichtig ist immer, dass der Funke zum Publikum überspringt, und das haben wir, glaube ich, immer geschafft“.

Rund 2100 Gäste besuchten die insgesamt 16 Vorstellungen einschließlich der drei Abende im Rahmenprogramm. Dafür haben die knapp 30 Mitwirkenden circa 7200 Minuten geprobt. Die Bühne, bestehend aus 70 Meter Bühnenpodesten, wurde von 43 Scheinwerfern beleuchtet. 360 Meter Kabel sind verlegt und für das Bühnenbild 150 Quadratmeter Nesselstoff verwendet worden.

Herbert Müller hat die Bühnenbearbeitung geschrieben, den sommerlichen Theaterspaß einfallsreich inszeniert und war in der Rolle des philosophierenden Esels Rucio zu erleben, der sich zusammen mit Sancho Pansa (Tobias Zeitz) auf die abenteuerliche Reise des in seine Träume versunkenen Helden Don Quichotte (Guido Drell) macht und kommentiert.

Tobias Zeitz, der gut gelaunt ständig in Bewegung ist, ragte zudem als fabelhafter Sänger heraus. Zeitz schwärmte selbst: „Es war toll – eine wunderbare Zeit. Ich habe jede einzelne Sekunde sehr genossen und genieße sie noch immer. Ich bin einfach eine Frohnatur und ein Spaßvogel“.

Schirmherr Stefan Löwl hat das Stück außer bei der Probe gleich dreimal angeschaut. Für ihn war es „ein abwechslungsreiches, erfrischendes, kurzweiliges Theatererlebnis“. Die Spielfreude der Darsteller habe ihn beindruckt und „dass keiner der Auftritte ,identisch‘ war“. Auch das Bühnenbild habe sich durch seine unkonventionelle Art in den vorhandenen Raum optimal „eingepasst“. Sein Fazit: „Die Besonderheit der Spielstätte verbunden mit dem gelungenen Catering-Konzept macht den besonderen Charme der Veranstaltungsreihe aus“.

„Im Theatersommer 2017 gibt es als Hauptstück ein Musical nach der Theaterklamotte ,Pension Schöller‘ und wieder ein Rahmenprogramm, das im Herbst geplant wird, wenn wir endgültig wissen, wo wir spielen werden“, verrät Herbert Müller. „Ob es wieder derselbe Spielort sein kann, der noch andere Möglichkeiten bietet, als sie jetzt von uns genutzt wurden, müssen wir in nächster Zeit mit unserem Schirmherrn, Landrat Löwl, mit Bürgermeister Simon Landmann und der Gemeinde Bergkirchen sowie dem Vorstand des TC Lauterbach klären. Schön wär’s“. Schlossherr Georg von Hundt würde den Standort jedenfalls wieder zur Verfügung stellen, wie er sagt.

Weil Landrat Stefan Löwl den ganzen Landkreis im Auge hat, sagt er: „Die Idee des Sommertheaters war bzw. ist, auch andere Spielorte als Bergkirchen im Landkreis zu finden. Hierzu sind wir auch schon in dem einen oder anderen Gespräch.“ Allerdings müsse der Raum für einen gewissen Zeitraum (finale Proben und Aufführungen) zur Verfügung stehen, von der Größe, dem Ambiente und dem Umfeld (Stichwort: Catering) her passen, „und dies ist leider bei uns im Landkreis nicht so einfach“, so Löwl. „Wir haben aber schon einige Ideen, und ich denke, dass auch in den kommenden Jahren interessante, unübliche Spielorte gefunden werden können, in welcher Gemeinde auch immer.“

Bürgermeister Simon Landmann war der Schirmherr der nun abgelaufenen Jubiläumsspielzeit des Hoftheaters Bergkirchen, das vor zehn Jahren auf dem Wellerhof in der Mühlstraße in Bergkirchen seine Heimat gefunden hat. Für ihn ist die Bühne „ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des kulturellen Lebens im Landkreis Dachau und ein echter Standortfaktor für die Gemeinde Bergkirchen“.

Von Ingrid Koch

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