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Spitzen-Sextett: Jakob Lakner, Max Wunderle, Julia Hornung, Max Stahlschmid, Max Eisinger und Daniel Fischer (v.l.)

Musikalischer Theatersommer

Den ewigen Django Reinhardt im Ohr

Bergkirchen - Erstmals gibt es zum Musikalischen Theatersommer in Bergkirchen ein Rahmenprogramm. Schon die Premiere war ein voller Erfolg: Beschwingte Musik in lauer Sommernacht, gespielt von virtuosen Künstlern.

Ein warmer Sommerabend mit beschwingter Musik vor der prächtigen historischen Kulisse auf Schloss Lauterbach – besser geht es nicht. Dieses Gefühl hatten nicht nur die mehr als 120 mitswingenden Besucher des Open-Air-Konzerts mit dem Monaco Swing Ensemble aus München. Auch die jungen Musiker waren äußerst angetan von dem nicht alltäglichen Ambiente.

Sie waren schon bereits einmal auf Einladung des musikalischen Leiters Maximilian Müller im Hoftheater Bergkirchen zu Gast gewesen. Nun spielten sie Songs aus ihrem gerade erschienenen Album „Marais“. Es handelte sich um die erste der drei Veranstaltungen im Rahmenprogramm des Musikalischen Theatersommers Bergkirchen 2016 – sozusagen als Leckerbissen in der laufenden Jubiläumsspielzeit, denn seit zehn Jahren ist die professionelle Bühne auf dem Wellerhof in zu Hause.

Seit 2015 spielt sich das Monaco Swing Ensemble nach eigener Aussage „durch den Süden Deutschlands, den ewigen Django Reinhardt im Ohr und doch eigene musikalische Vorstellungen vor Augen“. Die sechs sympathischen virtuosen Künstler spielten ihren Gypsy Jazz mit der lockeren Leichtigkeit einer modernen Swingband, glänzen in unterschiedlichen Besetzungen und mit großartigen solistischen Beiträgen auf Klarinette, Saxofon, Gitarre und Geige, um stets die Balance zwischen arrangierten Passagen und der Inszenierung einzelner Solisten zu halten.

Sie orientierten sich in erster Linie an ihrem großen Vorbild Django Reinhardt (1910-1953), dem sagenhaften französischen Gitarristen, Komponisten und Bandleader, der einen neuen Musikstil aus Valse Musette und der Spielweise der Roma entwickelte. Explosive Titel zum Mitschwingen wechselten ab mit Balladen zum Träumen, voller Poesie und in leisen Tönen, wie „Cry me a River“, das Jakob Lakner singt. Der Bossa Dorada kam genauso gut an wie Tango-Rhythmen und melancholische Klezmer-Melodien. Mit dem „Zuckerl“, dem Welthit „Bei mir bist du schee“ aus dem Jahre 1932, der für ein jiddisches Musical im klassischen Klezmer-Stil geschrieben wurde, sollte langsam Schluss sein an diesem stimmungsvollen Sommerabend. Aber die Konzertbesucher wollten immer noch mehr – und wurden schließlich mit etlichen Zugaben belohnt.

Dank der Familie von Hundt konnte der Abend vor dieser traumhaften Kulisse im Schlosshof stattfinden. Hausherr Georg von Hundt sagte hinsichtlich zukünftiger Veranstaltungen an diesem außergewöhnlichen Spielort: „Immer wieder gern, wenn die Nachfrage besteht.“

Zwei weitere Veranstaltungen des Theatersommers 2016 im Schlosshof stehen fest: Am Mittwoch, 27. Juli, um 20 Uhr und Mittwoch, 3. August, um 20.30 Uhr kommt die Literatur, von Musik begleitet, zu Wort.

ink

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