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Nach dem Unfall Ende August, setzt sich die Gemeinde für eine Schranke an diesem Bahnübergang ein. 

Kommunalpolitiker geben Machbarkeitsstudie in Auftrag

Nach Unfall: Gemeinde Indersdorf wünscht sich beschrankten Bahnübergang

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Die Indersdorfer Gemeinderäte wollen sich dafür stark machen, dass der Bahnübergang an der Gemeindeverbindungsstraße Frauenhofen-Ried beschrankt wird. Das wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Mittwochabend deutlich. Grund für die Diskussion war ein Unfall Ende August.

Indersdorf – Vor weniger als einem Monat kam es zu einem schweren Unfall an diesem unbeschrankten Bahnübergang. Eine Autofahrerin war mit der S-Bahn zusammengestoßen und wurde dabei schwer verletzt. Wegen dieses Unfalls kam die Diskussion über die Sicherheit an diesem Bahnübergang in der Öffentlichkeit wieder auf. Bereits 2013 passierte an der Stelle ein Unfall. Ein Zug der damaligen Linie A hatte ein Traktorgespann gerammt. Insgesamt sei es an der Stelle in den vergangenen 25 Jahren zu drei Unfällen gekommen.

Um mehr Sicherheit an diesem Bahnübergang zu schaffen, hält die Gemeinde deshalb eine Schranke an der Stelle für wichtig. Die Verwaltung hat sich dafür ein Angebot für eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen. „Rund 10 000 Euro würde die Studie kosten“, erklärte Bürgermeister Franz Obesser in der Sitzung. „Klar ist das Geld, aber letztendlich sind es Menschenleben, um die es hier geht.“ Die Gemeinderäte waren einstimmig dafür, die Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Obesser wollte die Hoffnungen auf eine Schranke jedoch nicht zu hoch hängen: „Wie die Bahn allerdings dann das Ganze sieht, steht auf einem anderen Blatt.“ Die Gemeinde wird sich mit den Ergebnissen der Studie und der Bitte für eine Schranke an die Deutsche Bahn wenden. Die Kosten würden sich Gemeinde, Bahn und Freistaat teilen. Zwischen 500 000 und 600 000 Euro würde das Projekt kosten, hieß es in der Sitzung.

Der Bahnübergang wurde eigentlich erst in den Jahren 2013 bis 2014 im Rahmen der Elektrifizierung umgestaltet – damals bewusst ohne Schranke. Grund für diese Entscheidung war die geringe Verkehrsbelastung an der Stelle, wie Franz Obesser in der Sitzung erklärte. Auch damals musste sich die Gemeinde an den Umbaukosten beteiligen. Damals ging man davon aus, dass die Änderungen an der Straße sowie unmittelbar am Bahnübergang ausreichend seinen. Die Umgestaltung wurde im Rahmen des Eisenbahnkreuzungsgesetz vorgenommen.

Trotzdem hoffen die Gemeinderäte jetzt darauf, dass der Übergang doch noch eine Schranke bekommt. Auch ein Mann, dem ein Hof direkt an den Gleisen gehört, hat sich bereits mit der Bitte um eine Schranke an einen Landtagsabgeordneten gewandt.

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