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Antje Zauner gab bekannt, dass das Café Zauner geschlossen ist. Unser Foto zeigt sie mit Koch Christian Messerklinger.

Nachfolger für ASV-Gaststätte und Café gesucht

Zechner und Zauner ziehen sich zurück

Dachau - Der Dachauer Gastronomieszene stehen große Veränderungen ins Haus: Wirt Ewald Zechner gibt die ASV-Gaststätte Finale in Dachau-Süd zum Jahresende auf. Und das Café Zauner in der Altstadt hat bereits geschlossen.

Nach neun Jahren ist für Magdalena und Ewald Zechner Schluss. Das Wirtsehepaar, das 2014 und 2016 den Zuschlag für jeweils zwei Jahre für das große Zelt auf dem Dachauer Volksfest erhalten hat, gibt die ASV-Gaststätte Finale auf. 

Seit 2009 sind die Zechners Pächter der Vereinsgaststätte. Eine lange und schöne Zeit, findet auch Andreas Wilhelm, Geschäftsführer des ASV Dachau: „Es ist schade, dass diese Zeit jetzt vorbei geht. Wir hätten gerne noch weiter mit Herrn Zechner zusammengearbeitet.“ Bevor er Pächter wurde, war Ewald Zechner bereits zwei Jahre lang Küchenchef im Finale. 

Die Gründe für das Ende sind vielfältig: „Wir konnten uns sowohl aus wirtschaftlichen als auch organisatorischen Gründen nicht mehr mit dem Hauptverein einigen“, erklärt Ewald Zechner. Er bemängelte außerdem, dass die Senioren zwar weiterhin fleißig gekommen seien, junge Gäste aber immer mehr weggeblieben seien. Ein Phänomen, dass auch Andreas Wilhelm beobachtete, aber nicht als ASV-spezifisches Problem sieht: „Ich denke, das geht vielen solchen Lokalitäten so.“ 

Zukünftig will sich das Ehepaar mehr auf ihren Gasthof Liegsalz in Pellheim konzentrieren. Das Restaurant führen sie seit 2010, mit bislang nur drei geöffneten Tagen, in Zukunft sollen es mehr werden. „Und auch die Volksfestvorbereitung steht ja praktisch schon wieder vor der Tür“, fügt Ewald Zechner hinzu. Seit 2014 bewirtet er das große Festzelt, und damit nächsten Jahr zum vierten Mal. Ob er sich auch 2018 noch einmal für das Volksfest bewerben will, ließ er offen. Zusätzlich betreibt das Ehepaar noch einen Cateringdienst. 

Auf der Facebook-Fanseite des Café Zauner aus der Altstadt sammeln sich die traurigen Kommentare von Gästen. Auf der Plattform hatte Antje Zauner am Samstag – für alle überraschend – die Schließung bekannt gegeben. Aus „sehr privaten und familiären Gründen“, wie ihr Mann Johann Zauner auf Nachfrage mitteilte. Eine Nutzerin schreibt auf der Facebookseite: „Das ist ein schwerer Verlust für Dachau. Aber persönliche Entscheidungen haben immer ihre Berechtigung.“ Was bei den meisten Kommentaren außerdem zur Sprache kommt, ist die Hoffnung nach einem ebenbürtigen Nachfolger. 

Der ASV ist derweil schon eifrig auf der Suche nach einem neuen Pächter für die Vereinsgaststätte. Sowohl Zechner als auch Wilhelm gaben sich zuversichtlich, dass zum Jahresende ein Nachfolger gefunden wird. Bis dahin soll alles so laufen wie immer – fast. Es sind noch einige Veranstaltungen geplant, die „wir mit gewohnter Qualität und entsprechend viel Herzblut über die Bühne bringen wollen“, versichert Zechner. Auch das Mittagessen für die Kinder der Mittelschule sei gesichert.

 Einzige Einschränkung: Das Vereinsheim ist erstmal nur noch vier bis fünf Tage pro Woche geöffnet, hier sucht Ewald Zechner noch nach zusätzlichem Personal.

Wie es für das Café in der Altstadt weitergehen soll, ist hingegen noch völlig unklar. Antje Zauner sucht zumindest schon nach einem Nachfolger. Seit zwei Jahren gibt es das Café, zuerst war es nur Treffpunkt für den Vormittag, seit Juli diesen Jahres gab es ausgeweitete Öffnungszeiten und eine ambitionierter Küche mit ausgefallenen Gerichten. 

Ewald Zechner kann sich gut vorstellen, in Zukunft wieder gastronomisch in der Stadt tätig zu werden, allerdings mit einer Einschränkung: „Ich würde mir eine Lokalität wünschen, die etwas zentraler ist.“ Und: „Ein Vereinsheim will ich nicht nochmal betreiben. Die Zeit war zwar wunderschön, aber sehr anstrengend.“

Aljoscha Huber

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