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Die seit Jahren gewünschte Umfahrung für Odelzhausen (rote Linie) rückt näher. Die weitere Anschlussstelle an der A8 ist Grundvoraussetzung für das Voshaben..

Zusage von Verkehrsminister Dobrindt

Neue Anschlussstelle kommt

Die Umgehungsstraße für Odelzhausen rückt näher. Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat bei einem Festzeltauftritt in Puch bei Indersdorf verkündet, dass Odelzhausen die Genehmigung für den Bau einer zusätzlichen Autobahnanschlussstelle bekommen wird.

Odelzhausen – „Verkehrsminister Dobrindt hat öffentlich im Festzelt bekannt gegeben, dass die Zustimmung auf eine zusätzliche Autobahnanschlussstelle erteilt wird“, berichtet Odelzhausens Bürgermeister Markus Trinkl, der Dobrindts Rede verfolgte. „Wir sind einfach nur glücklich über die Entscheidung, für Odelzhausen war es ein unglaublich toller Tag.“

Von der Genehmigung einer zusätzlichen Autobahnanschlussstelle bei der Sandgrube Höfa hängt es ab, ob die Gemeinde eine Umgehungsstraße bauen kann. Über das Thema wird in Odelzhausen seit Jahren gestritten. Schon 2003 setzte sich eine Bürgerinitiative für eine Südumfahrung ein und stieß mit diesem Anliegen auf viel Zustimmung: Bei einem Bürgerbegehren votierte die Mehrheit der Odelzhauser für die Umgehungsstraße. Der Gemeinderat entschied dennoch anders und lehnte das Projekt ab.

2010 kam eine Umgehung dann erneut auf die Tagesordnung. Inzwischen setzten sich in einer Kampfabstimmung mit nur einer Stimme Mehrheit die Befürworter einer Südumfahrung südlich von Dietenhausen durch. Doch dieses Mal scheiterte das Vorhaben am Freistaat. Es sei nicht wirtschaftlich genug, um in den Straßenausbauplan mit aufgenommen zu werden, so die Begründung damals.

Im November startete die Gemeinde Odelzhausen einen neuen Versuch. Täglich fahren 14 000 Autos durch den Ort, den Kreisverkehr an der Autobahnanschlussstelle durchqueren sogar 20 000 Fahrzeuge pro Tag. Der Verkehrskollaps droht.

Das Fachgutachten von Prof. Harald Kurzak bestätigte dringenden Handlungsbedarf. Ansonsten würde es künftig morgens zu noch massiveren Rückstaus im Ort und abends zu Rückstaus bis auf die Autobahn kommen. Kurzak kam zu dem Ergebnis, dass eine Nordumfahrung mit einer zusätzlichen Autobahnanschlussstelle bei der Sandgrube Höfa am besten sei. So könne der Verkehr in Odelzhausen um rund 43 Prozent und in Höfa um rund 30 Prozent reduziert werden. Künftige Verkehrssteigerungen in Richtung München würden durch die neue Autobahnanschlussstelle dauerhaft aus der Ortsdurchfahrt rausgehalten.

Der Gemeinderat stimmte dem 15 Millionen Euro teurem Projekt einstimmig zu. Doch für die Errichtung einer neuen Autobahnanschlussstelle ist die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums notwendig – und das geht bei derartigen Wünschen in der Regel sehr restriktiv vor. „Hätten wir die Genehmigung nicht bekommen, wäre es eine Katastrophe für Odelzhausen gewesen“, erklärt Bürgermeister Markus Trinkl. „Ich bin mir sicher, dass es so die einzige Lösung für uns ist.“ Die Gemeinde hat deswegen bereits jetzt einen „kleineren bis mittleren fünfstelligen Betrag“ in das Projekt investiert. Jetzt soll laut Trinkl so schnell wie möglich mit den Planungen für die Baurechtschaffung begonnen werden.

Trinkl jedenfalls ist sicher, dass Dobrindts Botschaft ein riesen Fortschritt für die Gemeinde sein wird: „Jetzt sehen wir eine Perspektive, dass wir unser Verkehrsproblem lösen können.“

Claudia Schuri

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