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Letzte Hand angelegt: Hans-Peter Volpert, Museumsdidaktiker und Archäologe im Hutter-Museum.

Gestrafft und gleichzeitig erweitert

Das neue Gesicht des Hutter-Museums 

Neue Inhalte, neue Exponate, neues Gewand – das Hutter-Museum in Großberghofen ist kaum wiederzuerkennen. Die jahrelange Arbeit hat sich gelohnt.

Großberghofen Endlich ist es so weit, dass im Hutter-Museum die beiden neugestalteten Räume Archäologie und Ortsgeschichte wiedereröffnet werden können. Seit drei Jahren arbeitet das Team des Fördervereins Hutter-Heimatsammlung an der Neugestaltung zusammen mit dem Archäologen und Museumsgestalter, Hans-Peter Volpert. Die beiden Abteilungen sind das Herz des Hutter-Museums. Im Landkreis Dachau gibt es nur noch dort eine archäologische Abteilung.

Einige ehemalige Ausstellungsstücke der vor Jahren aufgelösten Archäologie des Bezirksmuseums bereichern jetzt die Dauerausstellung in Großberghofen. Der erste archäologische Fund im Landkreis war der keltische Goldschatz in Gaggers im Jahr 1751. Der Münzschatz aus dem 1. Jahrhundert vor Christus ist der Mittelpunkt der archäologischen Abteilung und wird von allen Seiten dargestellt. Einen zweiten Schwerpunkt der Abteilung Archäologie bildet die Geschichte der römischen Besatzung vom 1. Jahrhundert n. Chr. bis etwa 450 n. Chr. Die Römerstraßen spielen dabei eine wichtige Rolle, sowie die 1921 in Großberghofen gefundenen Reste einer römischen villa rustica.

Eine Wandtafel zeigt die zeitliche Einordnung im Überblick, und eine Vitrine bietet Funde aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit, damit sich die Besucher die Entwicklung der Besiedelung dieser Region vorstellen können. Die Exponate werden durch museumspädagogische Angebote ergänzt. Ein Film stellt die Fundgeschichte der keltischen Münzen dar, auf einem Touchscreen können die Goldstücke genau betrachtet oder an einem Prägestock Münzen geschlagen werden. Auch bei den römischen Ziegeln gibt es vieles zu entdecken.

Die Abteilung Ortsgeschichte wurde vor allem museumspädagogisch überarbeitet. Sie enthält die Geschichte der Ortsteile der Gemeinde Erdweg, die sich erst bei der Gebietsreform 1972 zusammengeschlossen haben. Die Texte wurden gestrafft und dem Interessierten eine gezielte Auswahl ermöglicht. Das Modell von Großberghofen beim großen Brand ist natürlich immer noch ein wichtiger Bestandteil der Ortsgeschichte. Durch eine Hörstation und digitale Bilderrahmen wird die Ausstellung lebendig.

Zuvor galt es aber die Finanzierung des Vorhabens zu sichern. Es fanden sich großzügige Sponsoren, die das Projekt ermöglicht haben. Mit Hilfe von Dachau Agil wurden EU-Fördermittel für den ländlichen Raum durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ingolstadt möglich. Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern gewährte einen Zuschuss und bot auch sachkundige Beratung. Die Stiftung Kunst und Kultur der Sparkasse Dachau förderte die Neugestaltung ebenso wie die Flughafen-Gesellschaft München. Außerdem erhielt das Hutter-Museum von der Regionalförderung der Volksbank Raiffeisenbank Dachau einen Zuschuss für das Vorhaben. Die Gemeinde Erdweg unterstützte das Projekt finanziell und mit praktischer Hilfe.

Am Denkmalstag, Sonntag, 9. September, ist das Hutter-Museum von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Für die Besucher gibt es Führungen und Aktionen in den neugestalteten Abteilungen und Kaffee und Kuchen. Der Eintritt ist frei.  dn

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