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Alle sind ganz aufgeregt beim ersten Besichtigungstermin in der AWO-Kinderkrippe Am Wäldchen mit (von links) AWO-Kreisgeschäftsführerin Wiebke Kapaun, Krippen-Leiterin Monika Orthofer, AWO-Kreisvorsitzendem Oskar Krahmer, Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann – und natürlich den Krippenkindern.

Neue Kinderkrippe am Otto-Kohlhofer-weg

Ein Nestchen am Wäldchen

Sie wurde nun das erste Mal begutachtet – und gleich getauft: Die neue Krippe der Stadt Dachau am Otto-Kohlhofer-Weg heißt „Am Wäldchen“. AWO, OB und die Kinder dort sind gleichermaßen begeistert.

Dachau Die Kinderkrippe am Otto-Kohlhofer-Weg in Dachau beim Bereitschaftspolizei-Gelände hat laut Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) jetzt einen „richtigen Namen“: „AWO-Kinderkrippe Am Wäldchen“. Im Januar nahm die erste Gruppe mit neun Kindern den Betrieb auf. Eine zweite folgt im April, Gruppen drei und vier im September. Bis zu 48 Kinder finden dann hier einen Platz.

Beim ersten Besichtigungstermin – die offizielle Einweihung soll erst im Sommer erfolgen – sagte der OB: „Mit der AWO haben wir einen absolut zuverlässigen und enorm erfahrenen Partner gefunden.“ Damit könne Dachau derzeit den Bedarf an Krippenplätzen zu 100 Prozent decken. „Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen. Denn die Nachfrage nach Betreuungsplätzen wird weiter steigen.“ Der Neubau lässt sich bei Bedarf noch im Erd- und ersten Obergeschoss um je eine Gruppe erweitern. Auch am Amperweg 18 (beim Feuerwehrhaus) und auf dem ehemaligen Mitterndorfer Schulgelände sollen 2018 weitere Krippen entstehen.

Die Kinderkrippe Am Wäldchen wurde auf einem rund 1600 Quadratmeter großen Grundstück mit einer Nutzfläche des L-förmigen Baukörpers von 800 Quadratmetern erbaut. Der Gebäudekern besteht aus Beton und wurde mit Lärchenholz verkleidet. „Das ist langlebig, ökologisch und noch dazu unterhaltsfreundlich“, erklärte der OB. „Auch bei der Innenausstattung haben wir viel Wert auf die Verwendung von Holz gelegt.“ Im Eingangsbereich befindet sich der Turnsaal, der auch für Feste und Elternabende dient. Je zwei Gruppen gibt es im Erd- wie im Obergeschoss, wobei sich immer zwei eine gemeinsame Teeküche und einen Wickelbereich mit Toiletten und Waschbecken teilen, wie Architekt Horst Stepper betonte. Fenster sind zum Teil auf Kleinkindhöhe angebracht. „Hier ist alles sehr durchdacht“, sagte der AWO-Kreisvorsitzende Oskar Krahmer: „Damit die Kinder sich ihre Finger nicht an den Türen einzwicken können, haben die einen Klemmschutz.“ Die hellen Gruppenräume sind flankiert von den Schlafräumen. Das Essen wird angeliefert, vorhanden sind aber große Kühleinheiten und eine professionelle Spülmaschine, wie man sie aus der Gastronomie kennt – aber keine Kochküche. Geheizt wird das Gebäude mit einer Luftwasserwärmepumpe, kombiniert mit einem Gasbrenner. Letzterer ist einerseits bei großer Kälte nötig und betreibt andererseits die Pumpen, was billiger als Strom ist. Andreas Weis, Mitarbeiter der zuständigen Architekten Stepper, verwies darauf, dass der Lichtstrom im ganzen Haus nur 300 Watt brauche. Die allgemeinen Räume sind wegen des Brandschutzkonzepts ohne Garderoben, was auch den Kinderlärm in die Gruppenräume verlagere, wie Maximilian Ernst vom Stadtbauamt anmerkte.

AWO-Kreisverbands-Geschäftsführerin Wiebke Kapaun meinte ganz begeistert, am liebsten würde sie ihr Büro in die Kinderkrippe Am Wäldchen verlegen. Der OB zitierte einen Zeitungsbericht: „Schöner kann eine Kindereinrichtung wohl kaum sein.“ Der Kostenrahmen von 3,5 Millionen Euro wird laut OB wohl eingehalten. Krippen-Leiterin Monika Orthofer wies auf den Tag der offenen Tür am 22. März und die Einschreibung am 28. März fürs nächste Krippen-Jahr ab September hin.

(rds)

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