Gastronomie in Indersdorf

Neue Pläne für ehemaliges Othello

Das Wirtshaus am Marktplatz hat schon viele Gäste, aber in den vergangenen Jahren auch viele Pächter und Konzepte kommen und gehen sehen. Jetzt gibt es konkrete Pläne für das ehemalige Othello. Und es soll schon bald losgehen.

    

Othello, Lambert, was kommt danach? Eine Antwort auf diese Frage wird es voraussichtlich Mitte Februar geben: Savvas Poultidis wird als neuer Betreiber ein Restaurant im Gebäude am Marktplatz eröffnen. Dort soll es internationale Küche geben.

Die Familie Poultidis betreibt bereits seit 15 Jahren das griechische Lokal „Bei Dimi“ am Marienplatz. „Ich wollte mal etwas alleine machen“, meint Savvas Poultidis über seine Beweggründe. Die Umbauarbeiten haben schon begonnen. „Die Brüder Poultidis sind in Indersdorf schon etabliert, deswegen haben wir das Gebäude an sie verpachtet“, erklärt Josef Schuster, Geschäftsführer der MI Grundbesitz GmbH.

Das Bauunternehmen ist Eigentümer des Gebäudes am Marktplatz. Errichtet wurde der Bau um die Jahrtausendwende, und seitdem hat der Gastraum im Erdgeschoss schon viele hungrige Besucher, aber auch viele Pächter kommen und gehen sehen. 2000 eröffnete das Othello unter seinen Betreibern Christine Nitzlader, Hubert Breitsameter und Stefan Wolff die Pforten. „Nach zwölf Jahren haben sie den Pachtvertrag aber nicht mehr verlängert“, führt Josef Schuster aus.

Ein viertel Jahr später eröffnete Josef Schuster als Privatperson: Die Erlebnisse als Volksfestveranstalter und einiger Sudhaus-Events haben seine Liebe zur Gastronomie geweckt: „Mir war auf einmal klar, dass ich das Lokal selbst betreiben will“, sagte er damals. Der Name „Lambert“ war eine Hommage an den Hofnamen seines Großvaters. Aber schon 2013 verpachtete Josef Schuster das Lokal an die Gebrüder Mitsakos. „Da ich das Restaurant ja nicht hauptberuflich betrieben habe, ist es mir einfach zu viel geworden“, erzählt Schuster.

Die beiden Brüder betreiben das Restaurant Seven in Dachau, einer der Beiden arbeitete im Othello als Geschäftsführer. „So kam damals der Kontakt zustande“, fügt Schuster hinzu. Der Name Lambert blieb aber. Der Pachtvertrag hielt jedoch ebenfalls nicht lange: Schon im Juli 2015 schloss das Lambert wieder. Beide Parteien wollen sich zum „Warum“ nicht äußern.

Nun also der Neuanfang im Februar: „Einen Namen und einen Eröffnungstermin gibt es noch nicht“, sagt Savvas Poultidis. „Hängt alles davon  ab, wann die Möbel geliefert werden.“ Es bleibt also weiterhin spannend.

Auch im alten Sudhaus bei der ehemaligen Klosterbrauerei ist laut Josef Schuster wieder Gastronomie geplant: „Es steht aber noch nichts Konkretes fest.“ Auch die Klostergaststätte soll in Zukunft wieder verpachtet werden, laut Schuster jedoch unabhängig vom Sudhaus.

Maximilian Pichlmeier

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