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Die Bäder in Farbe: Diese Grafik zeigt, wie der Neubau des Hallenbades zwischen Ludwig-Dill-Straße (rechts im Bild) und dem Familienbad mit den blauen Becken liegt. Auf der linken Seite befinden sich die Amper und das Wehr.

Neues zum Dachauer Großprojekt 

Neubau Hallenbad: Im Zeitplan, aber das Geld wird knapp

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Es gibt Neues zum Bau des Dachauer Hallenbads: Wie Oberbürgermeister Florian Hartmann dem Stadtrat am Dienstag erklärte, liegt das Großprojekt absolut im Zeitplan. Der Kostenrahmen aber wird wohl nicht zu halten sein.

Dachau – Die CSU-Fraktion im Stadtrat hatte vor einem Monat wissen wollen, wie denn der Stand in Sachen Hallenbad-Neubau sei. Nun, in der jüngsten Sitzung des Stadtrats am Dienstag, erstatte Oberbürgermeister Florian Hartmann Bericht. Demnach liege das derzeit größte Bauprojekt der Stadt absolut im Zeitplan. Am 11. April sollen die Rohbauarbeiten für Fundament und Kellerdecke starten. Und dann, so Hartmann, „geht’s nach oben“!

Ob der Bau auch den Kostenrahmen von rund 19 Millionen Euro wird halten können, ist dagegen fraglich. Hartmann zufolge war in den Gesamtkosten bereits ein Puffer in Höhe von 1 Million Euro enthalten. Dieser Puffer aber, so der OB, sei schon jetzt, nachdem nur 30 Prozent aller Arbeiten vergeben worden waren, aufgezehrt.

Das derzeit größte Bauprojekt der Stadt: Die Arbeiten für den Neubau des Hallenbads laufen nach Plan. Im April starten die Rohbauarbeiten für das Fundament, Ende 2019 soll das neue Bad in Betrieb genommen werden. Das alte (hinten rechts) wird dann abgerissen.

Hartmann zufolge erlebe die Baubranche derzeit ein „absolutes konjunkturelles Hoch“, weshalb es, speziell in einem Gewerk, zu massiven Preissteigerungen gekommen sei. Weiter verteuert habe den Bau außerdem die Tatsache, dass die Bagger bei den Tiefbauarbeiten überraschend auf eine dicke Lehmschicht gestoßen seien. Dadurch, so erklärte der OB, habe ein anderes, teureres Verfahren angewendet werden müssen. Die Bodenuntersuchungen im Vorfeld hätten jedenfalls keine Hinweise auf die dicke Lehmschicht ergeben.

Zur Sicherheit habe die Verwaltung nun schon einmal bei den Stadtwerken, die ja offiziell als Bauherr fungieren, nachgefragt, inwiefern das Unternehmen mögliche weitere Kostensteigerungen wird mittragen können. Die Antwort war laut Hartmann positiv: „Der wirtschaftliche Betrieb gibt es her.“

Grundsätzlich ist es laut Hartmann „immer schwierig, so einen Bau im Winter anzufangen“. Doch trotz des Spatenstichs im November habe es bislang keinerlei Verzögerungen gegeben, so dass am Ziel, das Bad zum Jahreswechsel 2019/20 in Betrieb zu nehmen, weiterhin festgehalten wird.

Die Entscheidung, ein neues Bad zu bauen, war im Jahr 2012 gefallen – nachdem klar war, dass eine Sanierung des maroden Altbaus nicht günstiger wäre als ein Neubau. Das neue Schwimmbad wird über acht Bahnen verfügen und damit ein Nebeneinander von Hobby- und Leistungsschwimmern ermöglichen. Doch es gab und gibt auch kritische Stimmen, etwa Stadtrat Edgar Forster (Freie Wähler), der regelmäßig die hohen Kosten des „Luxusbads“ beklagt.

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