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Der neue Vorstand der Gemeinschaft der Körperbehinderten Petershausen (v. l.): Zweite Vorsitzende Maria Diemer, Vorsitzender Josef Wiesheu, Schriftführerin Christa Keller und Kassiererin Renate Unterreitmeier.

Neuer Vereinsbeitrag kam nicht bei allen gut an

Neuwahl bei Gemeinschaft der Körperbehinderten

Petershausen – Die Neuwahl bei der Gemeinschaft der Körperbehinderten Petershausen brachte eine Bestätigung der Vereinsspitze: Vorsitzender Josef Wiesheu und Stellvertreterin Maria Diemer wurden wiedergewählt.

Die Versammlung fand wie gewohnt im kleinen katholischen Pfarrsaal statt. Die 31 Stimmberechtigten bestimmten ebenso einstimmig Christa Keller zur neuen Schriftführerin und Renate Unterreitmeier zur Nachfolgerin von Franz Unterreitmeier als Kassier. Günter Fleischmann bleibt Kassenprüfer.

Für ihre 16-jährige Tätigkeit als Schriftführerin beziehungsweise als Kassier bedankte sich Josef Wiesheu zudem bei Maria Hammerl und Franz Unterreitmeier.

Bislang mussten die Mitglieder der Gemeinschaft der Körperbehinderten keinen Mitgliedsbeitrag zahlen. Wiesheu beantragte aber, einen einzuführen, um beispielsweise auch einmal einen Hoagartn durchführen zu können. Er schlug 20 Euro Jahresbeitrag vor.

Doch das wollten die Mitglieder nicht so einfach schlucken: „Da bin ich dagegen“, sagte Irmgard Stroebel. „Wir sind bisher ganz gut mit den Spenden ausgekommen. Ich wäre allenfalls dafür, wenn das unseren Leuten zugute kommt.“ Auch andere fragten, ob das wirklich notwendig sei. Der eine oder andere würde dann überlegen, aus welchem Verein er austreten soll.

Andere fanden, der Beitrag solle geringer sein. Ein Vorschlag lautete einen Euro pro Monat. Schließlich akzeptierten bis auf fünf Gegenstimmen alle die zwölf Euro pro Jahr.

Wie Vorsitzender Josef Wiesheu bekanntgab, sind heuer drei Ausflüge, nämlich nach Murnau, Donauwörth und Neuburg geplant.

Seinen Unmut äußerte Wiesheu über die Busfahrer in Dachau, die nicht nahe genug an die Bushaltestellen hinfahren würden und den Bus auch nicht absenkten. Das bereite Behinderten, besonders mit Rollstühlen, erhebliche Probleme beim Ein- und Aussteigen.

Vor den Neuwahlen hatten Maria Hammerl das abgelaufene Jahr mit seinen Veranstaltungen Revue passieren lassen. Renate Unterreitmeier verlas für Franz Unterreitmeier den Kassenbericht.

Die Versammlung eingeläutet hatte eine kleine ökumenische Andacht mit dem evangelischen Vikar Josias Hegele und dem katholischen Pastoralreferenten Hans Gross. Hegele sprach dabei auch die Flüchtlingssituation an. Diese „harte Nuss“ könne nur mit viel Liebe geknackt werden.

rds

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