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Politische Themen,  mit Humor umgesetzt, gibt es bei den Fußgruppen und Faschingswagen auf den Umzügen zuhauf, wie auch das Foto zeigt. Eine Grenze darf nicht allerdings nicht überschritten werden.  

Faschigsumzüge im Landkreis

Nicht alle Motive sind im Fasching erlaubt

Landkreis - Bald ziehen in Vierkirchen, Indersdorf, Petershausen und Weichs die Narren durch die Ortschaften. So manchen Faschingswagen ziert ein politisches Motiv. Doch was ist noch erlaubt? Was geht zu weit? Es drohen Verbote oder sogar Strafanzeigen.

Gerade die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung könnte auf den Faschingswagen ein Thema sein. Fremdenfeindliche Äußerungen sind jedoch auch während der Faschingszeit absolut unangebracht, da sind sich alle Beteiligen einig. 

Für die Polizei ist die Sache klar: „Der Veranstalter ist für dieses Thema verantwortlich. Er kontrolliert die verschiedenen Mottos und Wagen, die am Umzug teilnehmen. Sollte uns aber im Laufe eines Umzugs Entgleisungen schriftlicher Art an einem der Wagen auffallen, werden wir natürlich handeln“, erklärt Björn Scheid von der Polizeiinspektion Dachau. „Auch vor dem Umzug können kurzfristig noch Wagen zensiert oder komplett gesperrt werden. Werden die Grenzen wirklich klar überschritten, könnte es auch strafrechtliche Folgen haben.“ 

Los geht es am Samstag, 6. Februar, mit dem Umzug in Vierkirchen. Der Vorsitzende des Vierkirchener Faschings-Komitees, Hans Kohmann, rechnet nicht mit Problemen: „Wir haben nur Gruppen aus der Umgebung. Natürlich könnten und würden wir kurzfristig reagieren, aber ich denke, da wird es nichts geben.“ 

Ins gleiche Horn bläst Stefan Fischer vom Faschingskomitee in Petershausen, dessen Zug eine Woche später – ebenfalls meist mit Gruppen aus der Gemeinde – folgt: „Falls es natürlich etwas gibt, würden wir einschreiten, aber da sehe ich überhaupt keine Gefahr. Die großen Wagen werden alle in Indersdorf sein, dieser Umzug findet ja zeitgleich statt.“ Dort, so Fischer, könnten mehr politische Themen vorkommen. 

Pressesprecher Johannes Böller vom Organisationskomitee Indersdorf stellt klar: „Wir prüfen sowohl die Mottos bei der Anmeldung als auch die einzelnen Wagen bei der Aufstellung.“ Zuständig dafür ist der Security-Dienst in Kooperation mit den Polizeibeamten. Böller rechnet nicht mit Auffälligkeiten, dennoch: „Wir würden natürlich Wagen vom Umzug ausschließen. In der Vergangenheit wurde das bereits gemacht, wenn Wagen nur zu Werbezwecken genutzt wurden.“ Doch er stellt klar: „Die Themen auf den bisher angemeldeten Wagen sind wie immer harmlos. Aber der Wagen ist nie durch das Motto allein komplett identifizierbar.“

 Joachim Drexler, stellvertretender Vorsitzender des örtlichen Maschkera-Komitees, sieht beim Umzug in Weichs kaum eine Gefahr. „Da bei uns die gleichen Wagen fahren, die zuvor auch in Vierkirchen oder Indersdorf waren, denke ich nicht, dass wir damit ein Problem haben. Ich denke nicht, dass wir da eine negative Überraschung erleben.“

Matthias Kovacs

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