+
Abschied nahm die Feuerwehr Niederroth von der alten Bleibe in der Lindenstraße.

FFW Niederroth feiert Umzug

Endlich hat die Niederrother Wehr ihr neues Haus

  • VonJosef Ostermair
    schließen

Lange hat die Freiwillige Feuerwehr Niederroth auf ihr neues Haus warten müssen. Jetzt ist es fertig. Offizielle Einweihung ist zwar erst im Herbst, doch der Umzug wurde schon groß gefeiert.

Niederroth – Die Freiwillige Feuerwehr Niederroth ist in ihr neu erbautes Gerätehaus umgezogen. Auf diesen Tag haben die 48 Aktiven dieser Wehr sehr lange gewartet.

Von Feuerwehr-Vorstand Sebastian Klein war zu erfahren, dass schon vor zehn Jahren der Versuch, ein neues Feuerwehrhaus zu bekommen, mit einem Schreiben an die Marktgemeinde Indersdorf gestartet wurde. Dass man nun aber ein modernes Haus neben dem Niederrother Schützenheim bekommen hat, lasse die lange Wartezeit schnell vergessen. Die reine Bauphase des stattlichen Bauwerks betrug 13 Monate.

Zur internen Einweihung marschierten die Feuerwehrler mit Vorstand Klein, Kommandant Benedikt Hinner, Bürgermeister Franz Obesser, ein paar Gemeinderäten und Kreisbrandmeister Thomas Burgmair mit Blasmusik von der viel zu klein gewordenen Unterkunft an der Lindenstraße zum neuen 1,4-Millionen-Euro Bau. Auf diesem Weg konnte sie letztlich nur die S-Bahn stoppen, denn während die Blaskapelle Niederroth fleißig den Heimatland-Marsch spielte, schlossen sich die Bahnschranken für eine unfreiwillige kurze Pause. Das tat der guten Stimmung bei herrlichem Wetter aber keinen Abbruch.

Angekommen im neuen Domizil ergriff Kommandant Hinner das Wort und sagte: „Ich kann es noch gar nicht recht glauben, dass wir nun ins neue Haus einziehen können“. Hinner freute sich, dass auch Ehrenkommandant Georg Reischl senior an der Eröffnungsfeier teilnehmen konnte.

Er sprach von „brutal vielen Stunden Eigenleistung“, die seitens der Feuerwehrler bei der Gestaltung der Außenanlagen und Teilen des Innenausbaus geleistet wurden. Die Küchen in dem neuen Haus und die Einrichtung des Floriansstüberls habe der Feuerwehrverein finanziert. Hinner und Klein gehen davon aus, dass insgesamt über 1500 Arbeitsstunden unentgeltlich von den Feuerwehrlern geleistet wurden.

Bei einer Führung durch das neue Haus konnte man sich davon überzeugen, dass eine großzügige Fahrzeughalle für zwei Löschfahrzeuge, ein Büro, ein Lager, eine Werkstatt und ein Schulungsraum mit Stüberl entstanden ist. Sogar die historische Feuerwehrspritze aus dem Jahre 1902 hat im Obergeschoss der Fahrzeughalle noch Platz gefunden. Feuerwehrdienst gibt es in Niederroth ja schon seit dem Jahre 1888.

Um noch neue Kräfte in die Feuerwehr aufnehmen zu können, stehen 55 Spinde zur Verfügung. Durch getrennte Duschen, Umkleiden und WC‘s ist es auch möglich, weitere Damen in die Wehr aufzunehmen.

Dass bei dieser Baumaßnahme das ganze Dorf vorbildlich zusammengehalten hat, begrüßten die Feuerwehr-Verantwortlichen ausdrücklich. Bürgermeister Obesser gibt auch die Hoffnung nicht auf, dass unterm Strich die veranlagten Kosten von 1,4 Millionen nicht ganz erreicht werden. Zum Bau des neuen Hauses habe die Feuerwehr zahlreiche Geld- und Sachspenden erhalten. Das alte Feuerwehrhaus an der Lindenstraße soll Lagerstätte für alle Niederrother Vereine werden, so dass kein Leerstand zu befürchten ist.

Wenngleich die offizielle Einweihung erst für Herbst geplant ist, ließen es sich die Feuerwehrler bei der Eröffnungs-Party bei Fassbier und Schweinsbraten schon mal gut gehen. Das haben sie angesichts der umfangreichen Mitarbeit am Bau auf jeden Fall verdient.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare