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Zuversicht strahle der Niederrother Andreas Kölbl noch im August aus. Jetzt starb er ganz plötzlich.

Niederrother stirbt im Alter von nur 48 Jahren

Andreas Kölbl hat den Kampf verloren

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Niederroth – Hunderte Wettkämpfe hat Andreas Kölbl ausgetragen. Viele Jahre lag lang hat er Siege gefeiert und aus Niederlagen gelernt. Doch sein letzter Gegner war zu stark: Vor kurzem ist Andreas Kölbl im Alter von nur 48 Jahre gestorben. Der Niederrother hat seine Leukämieerkrankung nicht überlebt.

Es war im Anfang Juli diesen Jahres, als Andreas Kölbl die Diagnose bekam. Damals ging er zum Hausarzt, weil er sich in letzter Zeit nicht so gut fühlte: Mal hatte er Brustschmerzen, mal Schulterschmerzen, mal Rückenschmerzen, mal leichtes Fieber. An eine schlimme Erkrankung dachte niemand, bei einer Blutuntersuchung einige Monate zuvor war noch alles in Ordnung gewesen. Doch jetzt waren die Blutwerte extrem schlecht: Blutkrebs. 

Die Zeit drängte, im Klinikum Großhadern startet sofort die Chemotherapie, und Andreas Kölbl begann den Kampf um sein altes Leben. „Mein größter Wunsch ist es, wieder gesund zu werden“, sagte er damals, „und das zu machen, was ich vorher gemacht habe.“

Kölbl war immer schon ein begeisterter Sportler. Für den SV Niederroth stand er bei über 800 Fußballspielen auf dem Platz, lange Zeit war er auch Spielführer. Später ging gerne zum Eisstockschießen und zum Darten. Gemeinsam mit ein paar Freunden gründete er das Dart Center Niederroth . „Der Andal war immer gesellig“, erinnert sich sein bester Freund Edwin Bigl . „Wir hatten immer eine Gaudi zusammen.“ Die beiden kannten sich schon seit Kindertagen, das Dart Center war ihr gemeinsames Projekt. 

Für Bigl war nach der Diagnose sofort klar: Er muss seinem Spezl helfen. Gemeinsam mit anderen Sportsfreunden organisierte er ein Benefiz-Grillfest mit einem Dart-Turnier (wir berichteten). Über 400 Leute kamen, viele spendeten für die DKMS und für Andreas Kölbl. Immerhin ums Geld sollte er sich keine Sorgen machen müssen. Kölbl war beliebt im Dorf, alle Niederrother bangten mit ihm. „Er war ein freundlicher, bescheidener Mensch, der keine großen Ansprüche stellte“, erinnert sich Bigl. 

Im Oktober kam Andreas Kölbl noch einmal für einen kurzen Heimurlaub nach Niederroth. „Da ging es ihm aber nicht so gut“, erzählt Edwin Bigl. Die Chemotherapie war sehr anstrengend, auch psychisch war Kölbl angeschlagen. Doch es gab Hoffnung: Die Ärzte waren zufrieden mit dem Krankheitsverlauf, denn die Behandlung schien sehr gut zu wirken. Seine Schwester passte als Stammzellenspenderin. Am 5. Dezember wäre der Transplantationstermin gewesen. „Wir haben alle gedacht, dass es jetzt wieder aufwärts geht“, so Bigl. 

Doch dann kam alles ganz anders: Andreas Kölbl erlitt einen Gehirnschlag, vermutlich begünstigt durch die starke Chemotherapie. Kurze Zeit später starb er. „Es ging ganz plötzlich“, sagt Bigl. „Dass der Andal stirbt, mit dem habe wir alle nicht gerechnet.“ Andreas Kölbl hinterlässt viele Freunde, seine Eltern und seine Schwester mitsamt Familie.

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