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Auftritt in der „Hoamat“: Angela Wiedl bei ihrem Benefizkonzert in Sittenbach.

Benefizkonzert in Sittenbach

Das Versprechen von Angela Wiedl

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Sie wohnt im Nachbarort, so war das Konzert für die bekannte Sängerin Angela Wiedl ein Heimspiel. In Sittenbach sang sie für einen guten Zweck - und erfüllte ein Versprechen.

Sittenbach– „Wisst’s wo mei Hoamat is“: Als Angela Wiedl bei ihrem Konzert in der Sittenbacher Kirche dieses Lied anstimmte, hatten viele der Besucher Gänsehaut. Das Stück wurde über Jahre hinweg in der Familie Wiedl überliefert, in Sittenbach sang es Angela Wiedl a cappella. Es passte perfekt zu dem Konzert: Wiedl stammt selbst aus dem Nachbarort Sixtnitgern – und ist ihrer Heimat sehr verbunden, wie sie betonte.

Deshalb hatte sie auch sofort zugesagt, als Harald Edelmann sie darum gebeten hatte, bei der Einweihung des Sittenbacher Gemeindehauses zu singen. Edelmann war Vorsitzender des Heimatvereins ad honorem Sittenbach, der die Renovierung des alten Gebäudes in Eigenregie durchführt. Leider ist Harald Edelmann im Dezember 2017 verstorben.

Wiedl aber löste ihr Versprechen trotzdem ein. Die Sanierung des Gemeindehauses ist zwar noch nicht ganz abgeschlossen, aber weil so ein großes Projekt viel Geld kostet, gab sie jetzt ein Benefizkonzert.

„Meine Bestimmung ist das Singen“, sagte sie den Besuchern – und stellte gleich unter Beweis, dass sie mit ihrer Einschätzung richtig liegt. Es war eine sehr stimmungsvolle Veranstaltung, ihr gefühlvoller Gesang berührte das Publikum. Im Gegensatz zu vielen anderen Auftritten gab Wiedl in Sittenbach ein Solo-Konzert ohne andere Sänger und Musiker. Um für den guten Zweck weiteres Geld einzusparen, kümmerte sich außerdem ihr Mann selbst um die Technik.

Das Konzert war zweigeteilt. In der ersten Hälfte lag der Fokus auf weihnachtlicher Musik. „Weihnachten öffnet das Herz für die gesamte Menschheit“, erklärte Wiedl. Mit vielen bekannten Weihnachtsliedern ließ sie die besondere Stimmung dieses Festes noch einmal aufleben. Eine gute Ergänzung zu dem Gesang waren die besinnlichen Texte und Gedanken, die Wiedl zwischen den Stücken vortrug.

Im zweiten Teil des Konzertes standen unter anderem einige Stücke auf dem Programm, die man sonst eher selten hört. Viele der Lieder haben einen christlichen Bezug, zum Beispiel „Heilige Berge“ oder ein „Lied der Sehnsucht“. Besonders ergreifend war die Gedenkminute für Harald Edelmann, für Wiedls verstorbenen Vater Wilhelm Wiedl und für alle verstorbenen Mitglieder des Heimatvereins. Im Anschluss daran sang Angela Wiedl gemeinsam mit dem gesamten Publikum Giuseppe Verdis „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“ – und wieder hatten viele Zuhörer Gänsehaut.

Für den Heimatverein hat sich das Konzert auch finanziell gelohnt: Es kamen Einnahmen in Höhe von 4200 Euro zusammen. Den Betrag stockte Angela Wiedl dann auf 5000 Euro auf.

Bühnenjubiläum

Angela Wiedl feiert heuer ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Im Rahmen dessen ist am Sonntag, 15. September, um 16 Uhr ein Konzert in der Turnhalle in Odelzhausen geplant. Karten können ab Mai erworben werden, weitere Infos zu den Vorverkaufsstellen folgen.

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