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Abbruchschutt liegt auf der Baustelle, wo das neue Schulzentrum in Odelzhausen entsteht.

Schulhausneubau in Odelzhausen

Fast im Zeitplan

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Der lange Winter hat dem Vernehmen nach für eine Verzögerung gesorgrt. Doch jetzt sind die Arbeiten beim Bau der neuen Schulen in Odelzhausen fast im Zeitplan.

Odelzhausen – Der Bau der neuen Schulen in Odelzhausen ist in vollem Gange. Dort, wo früher ein Teil des Pausenhofs der Grund- und Mittelschule Odelzhausen war, liegen jetzt Abbruchschutt und Baumaterial. Auch die alten Werkräume und der Musikraum sind schon abgebrochen. Auf dem Grundstück nebenan stehen zwei große Kräne, es wird fleißig gewerkelt.

Der Schulzweckverband mit den Gemeinden Odelzhausen, Sulzemoos und Pfaffenhofen baut in Odelzhausen gerade ein neues Schulzentrum für die Grund-, Mittel-, und Realschule. Derzeit werden im ersten Bauabschnitt die Betontreppenhäuser und eine Stützwand fertig gestellt, der Keller ist bereits errichtet. „Wegen des langen Winters gab es eine Verzögerung von neun Wochen“, erklärt Helmut Zech, Schulverbandsvorsitzender und Bürgermeister der Gemeinde Pfaffenhofen. „Diese Verzögerung versuchen wir aufzuholen.“ Momentan seien die Betonbauarbeiten für den Bauabschnitt eins noch um rund zwei Wochen in Verzug.

Abgesehen vom Untergeschoss wird das Gebäude im ersten Bauabschnitt in Holzbauweise errichtet. Die Fertigteile für diesen Holzbau werden derzeit geliefert und montiert, das wird voraussichtlich rund neun Wochen dauern. Der Bau aus Bauabschnitt eins hat insgesamt vier Stockwerke. Im Untergeschoss sind die Mensa und die Werkräume untergebracht, im Erdgeschoss ist unter anderem Platz für die Lehrküche, Handarbeitsräume, die Hausaufgabenbetreuung der Grundschule sowie die Offene Ganztagsschule der Mittel- und Realschule.

Die beiden anderen Stockwerke nutzt die Grundschule mit Klassenzimmern und Gruppenräumen. Der Rohbau des ersten Bauabschnitts soll im Herbst dieses Jahres fertig werden. Dazu ist geplant, dass Ende September die Dachkonstruktion errichtet wird. Bis November werden auch die Fenster an den Längsseiten, die Glasfassaden an den Stirnseiten, das Glasdach und die Blechdachdeckung montiert, sodass das Gebäude dann geschlossen sein wird.

Beim Innenausbau werden im Anschluss zunächst die Trockenwände montiert und die Technik-Rohinstallation erledigt. Bis Ende Januar 2018 soll außerdem der Estrich mit Fußbodenheizung verlegt sein. Sobald die Technik-Installation abgeschlossen ist, werden die Wände geschlossen und der Einbau von Türen sowie die Verlegung der Fliesen und des Teppichs/Parketts beginnen. Zuletzt kommen die Möbel.

„Der Einzug in den Winterferien 2018 für den Bauabschnitt eins ist sichergestellt“, verspricht Helmut Zech. Parallel zu den Arbeiten am ersten Bauabschnitt starten jetzt auch die Arbeiten für Bauabschnitt zwei. Hier wird ein Massivbau errichtet, bei dem im mittleren Teil unter anderem eine zweigeschossige Aula vom Untergeschoss bis ins Erdgeschoss sowie verschiedene Fachräume und einige Klassenzimmer entstehen.

Für die Verwaltung aller drei Schulen, Lehrerzimmer, Elternsprechzimmer, Sanitätszimmer und Mehrzweckräume ist im Erdgeschoss im nordwestlichen Gebäudeteil Platz. Die Räume der Mittelschule sind hier im ersten Stock untergebracht, die der Realschule im zweiten Stock. Der Rohbau von Bauabschnitt zwei soll bis Herbst 2018 fertig sein, anschließend folgt auch hier der Innenausbau.

Die Gebäude sind so gestaltet, dass moderne und alternative Unterrichtskonzepte realisiert werden können. So gibt es zum Beispiel auch Räume für die Arbeit in Kleingruppen und großzügige Flächen vor den Klassenzimmern, die ebenfalls zum Lernen werden können. Dafür ist der Zweckverband bereit, auch etwas mehr Geld zu investieren.

Rund 55 Millionen Euro wird der Bau voraussichtlich kosten. Davon muss nach Abzug der staatlichen Förderung und des Anteils des Landkreises an der Finanzierung der Zweckverband rund 24,12 Millionen Euro zahlen. Analog zur Schülerzahl fallen 12,06 Millionen Euro auf die Gemeinde Odelzhausen, 7,24 Millionen Euro auf Sulzemoos sowie 4,82 Millionen auf die Gemeinde Pfaffenhofen.

„Nach dem derzeitigen Baustand liegen wir im Kostenplan“, erklärt Helmut Zech, „wobei die Kostensituation erst ganz am Ende der Baumaßnahme durch die enorme Bautätigkeit abgerechnet werden kann.“

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