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  • Claudia Schuri
    vonClaudia Schuri
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Der Gemeinderat Odelzhausen hat über die Anregung aus den Bürgerversammlungen beraten. Die Wünsche der Bürger waren vielfältig – doch nicht alle werden erfüllt.

  • Der Gemeinderat Odelzhausen hat über Bürgeranregungen beraten.
  • Die Wünsche waren vielfältig.
  • Aber nicht alle werden erfüllt. 

Odelzhausen – Gleich mehrere Bürger beschäftigte das Thema Verkehr. So hatte Silvia Stieglmaier Geschwindigkeitsmessungen im Bereich der Lidl-Ausfahrt sowie eine Überwachung des ruhenden Verkehrs im Bereich der Robert-Bosch-Straße auch abends und nachts gefordert. Doch: „Eine Verkehrsüberwachung abends ist extrem teuer“, gab Johann Heitmair (CSU) zu bedenken. Der Gemeinderat sprach sich deshalb einstimmig gegen den Vorschlag aus.

Was die Tempomessungen angeht, einigte sich das Gremium darauf, an der Straße zunächst ein mobiles Messgerät zu installieren. Nach zwei Monaten werden die gemessenen Geschwindigkeiten ausgewertet und dem Gemeinderat vorgelegt.

Ein Nein gab es dagegen für das Anliegen von Axel Helwing, der sich über gefährliche Situationen am Kreisverkehr an der Hauptstraße/ Marktstraße/Dietenhausener Straße beklagt hatte. Vor allem aus der Dietenhauser Straße sei die Einfahrt in den Kreisel oft problematisch. Bürgermeister Markus Trinkl erklärte dazu, dass eine Ortsbesichtigung mit der Polizei stattgefunden habe. „Wir haben keine einzige gefährliche Situation wahrgenommen“, berichtete er. „Die Polizei sieht keinen Handlungsbedarf.“

Michael Kiemer (CSU) und Brigitte Inderst (SPD) fanden dennoch, dass die Gemeinde tätig werden solle. „Vielleicht sollen wir an der Gestaltung des Kreisels etwas ändern“, sagte Inderst. „Mir ist er zu flach.“ Mit einer höheren Bepflanzung sei der Kreisverkehr besser sichtbar und die Autofahrer, die von Höfa aus kommen, würde eher abbremsen. Letztlich entschied sich der Gemeinderat aber mehrheitlich gegen weitere Maßnahmen.

Auch eine Anregung von Robbin Westphal aus Höfa wird nicht umgesetzt: Er hatte vorgeschlagen, dass das Staatliche Bauamt überprüfen solle, ob bis zum geplanten Bau einer Linksabbiegerspur der Verkehrsfluss an der Hauptstraße durch eine verzögerte Ampelschaltung verbessert werden kann.

Robbin Westphal hatte außerdem beantragt, dass der Geh- und Radweg entlang der Augsburger Straße zwischen dem Bachwiesenweg und der Einmündung in die Staatsstraße gepflastert oder asphaltiert wird. Der Gemeinderat hatte sich bereits einmal für eine Herstellung ausgesprochen – und stimmte deshalb zu. Vor der Auftragsvergabe sollen noch die Grenzen der Grundstücke vermessen werden.

Eine Verbesserung der Schulwegsicherheit hatte Jan Borrmann im Bereich der Kohlstattstraße in Odelzhausen gefordert. Jetzt wird dort ein Schild „Achtung Schulkinder“ aufgestellt. Geschwindigkeitsmessungen ergaben, dass dort in der Regel aber nicht zu schnell gefahren wird.

Martina Sprengel hatte beantragt, dass die Bankette an der Ortsverbindungsstraße zwischen Höfa und Miegersbach instand gesetzt wird, was inzwischen erledigt wurde. Doch auch die Straße müsste dringend saniert werden – wie einige weitere Straßen im Gemeindegebiet. „Wir müssen vernünftig planen, wie wir mit unseren Straßen umgehen“, sagte Bürgermeister Trinkl. „Ein riesen Aufwand“ sei die Instandsetzung, so Trinkl. Auch eine Geh- und Radwegverbindung könne dort sinnvoll sein, findet er. „Aber eventuell scheitert es am Grund.“

Sprengel hatte zudem eine Verbesserung der Straßenbeleuchtung in Miegersbach gefordert, doch das wurde abgelehnt.

Abgelehnt wurde auch die Idee von Karl Müller, einen Radweg an der Glonn vom geplanten Glonnpark Richtung Sittenbach zu errichten. „Eine schöne Idee, aber nicht umsetzbar“, erklärte Trinkl. „Uns gehört kein einziger Quadratmeter Grund.“

Auch in Höfa in Richtung des neuen Kinderhauses wird es keinen Radweg geben, wie es Angelika Aigner vorgeschlagen hatte. Zum einen sei die Straße eine Staatsstraße, zum anderen fehle der Platz und zudem gebe es zum Kinderhaus bereits einen durchgehenden Gehweg, argumentierten die Räte und sprachen sich einstimmig gegen den Antrag aus.

Aigners anderem Antrag, auch in der Schlossstraße eine Weihnachtsbeleuchtung anzubringen, stimmten sie zu.

Einstimmig lehnten die Räte den Antrag von Roland Riedel ab, der sich eine Aufwertung des Ebertshausener Weihers als Naherholungsgebiet gewünscht hatte. Der Weiher wurde bereits vor ein paar Jahren instand gesetzt – aber ohne langfristigen Erfolg. „Wir haben jetzt schon Probleme mit Müll und Beschwerden wegen Lärm“, fügte Trinkl hinzu. „Da ist es nicht sinnvoll, noch mehr Gäste anzulocken.“

Michael Teuber hatte sich gewünscht, die gemeindeeigene Verbindung zwischen Steinfeldstraße und Hauptstraße in Odelzhausen als Fußweg auszubauen. Bisher konnte das aufgrund der Ablehnung von Anliegern und rechtlicher Bedenken nicht umgesetzt werden. Der Gemeinderat beauftragte Trinkl, noch einmal mit den Anliegern das Gespräch zu suchen.

Bei der Bürgerversammlung gab es außerdem Klagen, dass im neuen Edeka-Markt die Regale häufig leer seien. Hier sieht sich die Gemeinde aber machtlos. Trinkl riet den Bürgern, sich selbst zu beschweren.

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