Odelzhausen

Trinkl: „Homeofficeist eine Notlösung“

  • Claudia Schuri
    vonClaudia Schuri
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Es ist stiller geworden im Rathaus in Odelzhausen: Für Bürger, die ein wichtiges Anliegen haben, ist eine Terminvereinbarung momentan vorab verpflichtend, und auch der Kontakt der Mitarbeiter untereinander soll zum Schutz vor Corona-Infektionen reduziert werden.

„Schon seit Beginn der Corona-Pandemie haben wir eine straffe Linie, was die gemeinsame Nutzung von Büros angeht“, erklärt Bürgermeister Markus Trinkl. Seitdem das Recht eingeführt wurde, bei Büroarbeit von zu Hause aus zu arbeiten, solange nicht zwingende berufliche Gründe dagegen sprechen, sei das Homeoffice noch einmal intensiviert werden, berichtet er. „Annähernd die Hälfte der Verwaltung arbeitet im Homeoffice.“ In der Regel seien deshalb derzeit maximal zehn Personen gleichzeitig im Rathaus.

Allerdings findet Trinkl: „Das Homeoffice ist eine Notlösung und keine Dauerlösung.“ Denn vor allem ein Problem sieht der Bürgermeister: „Es fehlt der inhaltliche Austausch“, erklärt er. „Bei uns gibt es viele Verknüpfungen und Mehrfachzuständigkeiten.“ Er befürchtet darum ein „Kommunikationsdefizit“, sollte dauerhaft ein Großteil der Verwaltung im Homeoffice sein. Dies sei auch der Eindruck einiger Mitarbeiter. „Sie sehen auch, dass es den Arbeitsablauf nicht unbedingt erleichtert“, sagt der Bürgermeister.

Die Rückmeldungen seien auf das Homeoffice unterschiedlich. „Manche kommen lieber ins Büro, manche arbeiten lieber zu Hause“, berichtet Trinkl. Vor allem für Mitarbeiter mit Kindern könne das Homeoffice aber eine Erleichterung sein, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind.

Was die technischen Voraussetzungen angeht, war die Umstellung für die Gemeinde Odelzhausen kein großes Problem. Schon seit der Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft habe man die Technik aufgerüstet. Um bei dringenden Fällen auch außerhalb der Dienstzeit schnell reagieren zu können, konnte zum Beispiel der Bürgermeister bereits vor der Corona-Krise von überall her auf seine Arbeitsdaten zugreifen. „Das System war grundsätzlich schon verfügbar“, erklärt Trinkl. „Wir mussten nur die Menge der Lizenzen erhöhen.“

Auch bei den Geräten sei die Gemeinde „gut aufgestellt“. „Zur Not könnten wir auch die Sitzungs-Laptops verwenden“, sagt Trinkl. Diese wurden vor ein paar Jahren für alle Gemeinderäte angeschafft, damit sie damit zum Beispiel die digitalen Sitzungsunterlagen studieren können.

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