Gemeinderat diskutiert über Bauangelegenheiten

In Odelzhausen wird kräftig gebaut

Odelzhausen wächst und wächst. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats deutlich. Vier Bebauungspläne und die Osterweiterung des Gewerbegebiets standen auf der Tagesordnung. Auch die übrigen Themen zeugten von einer florierenden Kommune.

Odelzhausen – In Odelzhausen wird kräftig gebaut. Über drei Bebauungspläne, einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan und die Fortschreibung des Flächennutzungsplans für die Ost-Erweiterung des Gewerbegebiets hatte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu diskutieren.

Die Erweiterungspläne der Gemeinde stießen jedoch nicht nur auf Zustimmung. So sieht die Regierung die Ausweisung der Gewerbegebietserweiterung kritisch. Die neue Gewerbefläche soll auf der Fläche zwischen Autobahn und der Staatsstraße nach Wiedenzhausen, auf dem ehemaligen Gelände der Baumschule Winkler entstehen. Die Regierung hätte sich zumindest Alternativvorschläge dazu gewünscht.

Andere Erweiterungsmöglichkeiten gibt es aber nicht, wie Bürgermeister Markus Trinkl erklärte. Ein Ausbau in Richtung Süden hätte eine Überschreitung der Lärmgrenzwerte in Lukka zur Folge, in Richtung Westen entstünde das gleiche Problem mit dem Wohngebiet Große Breiten. Sowieso gibt es in Trinkls Augen keinen besseren Ort, um Gewerbe anzusiedeln, als zwischen Autobahn und Staatsstraße.

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, um einem Vorwurf des Naturschutzbundes entgegenzutreten. Der hatte beklagt, dass die Rodungen auf dem Gelände der Baumschule erst während des Ausweisungsverfahrens durchgeführt worden seien, was laut Trinkl nicht stimmt: „Die Bäume wurden alle schon zuvor gefällt.“

Die übrigen Fragen in Bauangelegenheiten wurden ohne große Diskussionen durchgewunken. Ein Landwirt aus Höfa darf auf seinem Grundstück ein Wohngebäude errichten, wenn er sich an die baulichen Vorgaben zum Schutz vor Geruchsbelästigung hält. Am Südrand von Gaggers dürfen zwei Einfamilienhäuser errichtet werden, das entsprechende Grundstück befindet sich schon im Besitz der Familie.

Ebenso reibungslos verliefen die Abstimmungen zum Bebauungsplan der zweiten Gewerbegebietserweiterung und auch zum Neubaugebiet zwischen Haupt- und Eichenstraße in Odelzhausen. Lediglich die Orientierungspunkte für die Gebäudehöhe sorgte kurz für Verwirrung. Aber Trinkls Vorschlag, die Mittelwerte des jeweiligen Hauses zu verwenden, fand breite Zustimmung bei den Gemeinderäten.

Eine weitaus schwierigere Entstehungsgeschichte hat der Kooperationsvertrag der Verbandsbücherei hinter sich. Trinkl bedankte sich ausdrücklich bei Johanna Winkler, die maßgeblich an der Aushandlung des Vertrags beteiligt war. Die Gemeinde Odelzhausen wird fortan als Träger fungieren, eine Rolle, die „wir sehr gerne übernehmen“, wie Trinkl betonte, denn „eine Bücherei ist gerade in der heutigen Zeit sehr sinnvoll und wichtig“. Deshalb sei man auch gerne bereit, den größten Kostenanteil von 11 500 Euro der insgesamt 28 500 Euro zu schultern. Die Gemeinde Sulzemoos hat bereits ihre Zustimmung zu dem Vertrag gegeben, es fehlt nur noch die Absegnung durch Pfaffenhofen.

Ebenso verhält es sich mit der Kostenaufteilung des Ferienprogramms. Statt wie bisher 50 Prozent, trägt die Gemeinde Odelzhausen jetzt 60 Prozent der Gesamtkosten. Und Trinkl hob noch einmal die Vorteile des gemeinsamen Ferienprogramms mit Sulzemoos und Pfaffenhofen hervor: „So ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Angebot stattfindet, einfach viel größer.“ Und weil es um gerade einmal 1000 Euro im Jahr geht, sah Trinkl auch keinen Anlass, „lange zu diskutieren“. Der Gemeinderat folgte dem einstimmig. Thomas Benedikt

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