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Die Bayernolympiade hat naheliegende Disziplinen: Schuhplatteln lernten die jungen Franzosen unter anderem bei ihrem Besuch in Odelzhausen kennen.

Realschule Odelzhausen hat Partnerschule in Frankreich

Traumhafter Beginn einer Freundschaft

Bonne amitié! Gute Freundschaft! Odelzhauser Schüler haben Freunde aus Frankreich gefunden. Seit Kurzem pflegt die Realschule mit dem Collège Le Hague-Dike aus der Normandie eine Partnerschaft. Typisch Bayerisches wurde den jungen Franzosen schon vermittelt.

Odelzhausen – Die Realschule Odelzhausen hat eine Partnerschule in Nordfrankreich gefunden. Bereits im Herbst waren 34 Odelzhauser Siebt-, Acht- und Neuntklässler in Frankreich gewesen, jetzt kamen 38 französische Jugendliche nach Bayern.

Eine Sightseeing-Tour durch München, ein Fußballspiel in der Allianz-Arena, eine Schnitzeljagd durchs Dorf, eine Wanderung und Theater: Das Programm für den Austausch war voll. Auch ein Unterrichtsbesuch gehörte dazu.

„Die deutsche Schule ist besser“, findet Emeline Farouault, 15. „Da ist nicht so lange Unterricht wie bei uns.“ Auch sonst gefällt es ihr gut in Bayern: „Alles ist schön, und meine Familie ist sehr sympathisch“, erzählt sie.

Der Austausch war auch für die Odelzhauser Jugendlichen eine einmalige Erfahrung: „Am besten hat mir eine Wanderung gefallen, da konnte man sich gut kennenlernen“, berichtet Shaunah Rausch, 13, aus der achten Klasse. Sie lernt zwar erst seit einem Jahr Französisch, die Verständigung klappt trotzdem irgendwie. „Aus dem Zusammenhang versteht man schon einiges.“

Und für manche Dinge braucht man sowieso keine Worte: „In Frankreich hat die Mutter von meinem Partner französische Spezialitäten gekocht, das war wirklich sehr gut“, sagt sie.

Jetzt brachten die Odelzhauser ihren neuen Freunden die bayerische Kultur bei. Als Crashkurs gab es in der Schule einen bayerischen Abend inklusive einer Bayernolympiade. Schüler, Lehrer und Eltern mussten dabei ihre Fähigkeiten im Fingerhakeln, Schuhplatteln und Masskrugstemmen unter Beweis stellen.

Die Lehrer der beiden Schulen waren sehr zufrieden mit der Austausch-Premiere. Schon lange hatte die Odelzhauser Realschule nach einer geeigneten Partnerschule gesucht. „Aber es war schwer, weil nicht mehr so viele Schüler in Frankreich Deutsch lernen“, erklärt Rektorin Anette Schalk. Dann stieß die Lehrerin Nelli Mai zufällig auf eine Annonce des Collèege La Hague-Dike und antwortete darauf. Schnell war beiden Schulen klar, dass alles für eine Zusammenarbeit passt.

„Wie in Odelzhausen wohnen bei uns auch die meisten Schülern in kleineren Dörfern“, sagt die französische Lehrerin Veronique Poutas. „Das hat mir gleich gefallen.“ Gemeinsam mit Simone Schilling und Martin Ehmann aus Odelzhausen übernahm Poutas die Organisation des Austausches. „Viele unserer Schüler wollen gar nicht mehr zurück“, sagt sie.

Der Odelzhauser Realschule gab Poutas zum Abschluss deshalb noch einen besonderen Gruß mit: „Bis bald in der Normandie, wir warten auf Sie“. Tatsächlich ist der nächste Besuch schon geplant. In zwei Jahren soll wieder ein Frankreich-Austausch stattfinden.

Claudia Schuri

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