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Das Team der Freien Wähler Odelzhausen: FW-Landratskandidatin Dagmar Wagner, Andreas H arner, Birgit Nitsche, Wolfgang Steininger, Edgar Hiller, Richard Kistler, Michael Obermair (vorne von links), Martin Greppmair, Dominik Mayer, Thorsten Hiller, Bürgermeister Markus Trinkl, Wolfgang Nadler, Willibald Wegele, Christian Wiesmeier, Markus Schüller, Thomas Winkler, Markus Fischer, Hans Riedl und Robert Wohlmuth (hinten von links).

Kommunalwahl 2020/Odelzhausen: Freie Wähler nominieren

Generationenwechsel ist vollzogen

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Fünf oder sechs, am liebsten sieben Mandate im Gemeinderat: Das wünschen sich die Freien Wähler in Odelzhausen.

Odelzhausen – „Mindestens fünf Mandate, sechs wären toll, sieben wären super“: Diese Vorgabe hat Wolfgang Steininger, Vorsitzender der Freien Wähler Odelzhausen, seiner Partei bei Nominierungsversammlung für die Kommunalwahlen im März 2020 auf den Weg gegeben. Zurzeit haben die Freien Wähler mit Steininger als drittem Bürgermeister, Andreas Harner, Brunhilde Kiemer, Willibald Wegele und Johanna Winkler fünf Gemeinderatsmitglieder.

In der künftigen Legislaturperiode werden im Odelzhauser Gemeinderat vier zusätzliche Sitze vergeben. „Dabei wollen wir ein gewichtiges Wort mitreden“, kündigte Steininger an.

Dazu setzt die Partei vor allem auf die Jugend. Johanna Winkler und Brunhilde Kiemer treten nach zwölf Jahren im Gemeinderat nicht mehr zur Wahl an. „Der Generationenwechsel ist wichtig“, sagte Winkler, und auch Kiemer erklärte, dass jetzt „neue Leute an den Start gehen müssen“.

Tatsächlich sind unter den 20 Kandidaten mit Thomas Winkler (26), Richard Kistler (28), Markus Fischer (28) und Maximilian Grengros (23) vier Kandidaten unter 30 Jahre. Ganz auf bewährte Kräfte verzichten die Freien Wähler trotzdem nicht. Der Vorsitzende Wolfgang Steininger, Gastwirt Andreas Harner und Arzt Willibald Wegele möchten ihr Mandat behaupten. Überraschend bei der Aufstellung: Der langjährige Gemeinderat Wegele steht erst auf Platz 20 der Liste. „Es ist charmant, wenn unten ein erfahrener, guter Mann steht“, erläuterte Steininger. „Die Abrundung nach unten ist uns gelungen.“ Laut Wegele (74) ist ein Grund für die Platzierung, dass er ebenfalls bereit wäre, für den Nachwuchs zurückzutreten. Er sei froh, dass für die BGO noch Roderich Zauscher (77) kandidiere, sagte er bei seiner Vorstellung mit einem Augenzwinkern: „So bin ich nicht ganz der Methusalem.“ Wegele sieht die Wahl gelassen: „Wenn ich mit meiner Altersweisheit gewählt werde, ist es mir Recht“, erklärte er, „aber wenn Jüngere rein kommen, freue ich mich genauso.“

Auf den vorderen Plätze der Liste der Freien Wähler kandidieren außerdem Edgar Hiller (Platz vier), der bisher bereits als Ortssprecher von Taxa die Gemeinderatssitzungen verfolgt hat, sowie der Sittenbacher Ortssprecher und Feuerwehrkommandant Robert Wohlmuth (Platz fünf). Auf Platz zwei steht die 50-jährige Kinderkrankenschwester Birgit Nitsche aus Sixtnitgern. Sie ist eine von nur zwei Frauen, die für die Freien Wähler an den Start gehen. Ihre weibliche Mitstreiterin ist Beamtin Sandra Steindl aus Höfa auf Listenplatz neun. „Bisher haben wir immer eine hohe Frauenquote im Rat gehabt“, sagte Steininger. Auch jetzt hätte man wieder zahlreiche Frauen auf eine Kandidatur angesprochen, betonte er. „Aber keine ist dazu bereit gewesen.“ Dennoch ist er zufrieden mit der Aufstellung: „Die Liste hat Zukunftspotenzial.“ Das sei besonders wichtig, weil der neue Gemeinderat viele sehr weitreichende Entscheidungen treffen muss. „Die Ortsmitte ist ein sensibles Thema“, erklärte Steininger dazu. „Als Gemeinderat hat man die Chance, den Ort mitzuentwickeln.“

Allerdings, das betonte Bürgermeister Markus Trinkl bei seiner Rede, sei mit dem Ehrenamt auch viel Arbeit verbunden. „Man muss sich viel Zeit nehmen, um sich in viele Dinge einzulesen“, sagte er. Hunderte Seiten an Sitzungsunterlagen seien keine Seltenheit. Trinkl nutzte die Versammlung, um auf die vergangenen sechs Jahre zurückzublicken. Er erinnerte daran, wie er damals von den Freien Wählern und der BGO als gemeinsamer Bürgermeisterkandidat nominiert wurde, um gegen Amtsinhaber Konrad Brandmair von der CSU anzutreten. „Die letzten Jahre haben wir viel angepackt und auf den Weg gebracht“, erklärte er. „Den gleichen Weg wollen wir gemeinsam miteinander gehen.“

Die BGO hatte Trinkl bereits in ihrer Nominierungsversammlung erneut einstimmig als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt. Jetzt stimmten die Freien Wähler darüber ab – und nominierten Trinkl ebenfalls wieder ohne eine Gegenstimme als Bürgermeisterkandidaten. Nachdem auch CSU und SPD Unterstützung zusichern, bleibt er ohne Gegenkandidaten.

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