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Gut eingespieltes Trio: Bastian Pusch am Keyboard, Andreas Binder am Horn und K nud Mensing an der Gitarre brachten italienisches Flair zur Furthmühle. 

Konzert gegen das Fernweh in der Furthmühle

Ein Gefühl von Bella Italia

An einer alten Scheunenwand wachsen Weinreben empor, blühende Rosen sorgen für romantische Stimmung, Grillen zirpen, Musiker spielen berührende Melodien: So stellt man sich einen perfekten Abend in Italien vor.

Furthmühle– Doch nicht immer muss man dafür in den Süden reisen. Mit einem Konzert unter dem Motto „Concerto Italiano – ein Abend gegen das Fernweh“ brachte der Kulturverein Kult A8 das italienische Lebensgefühl nach Bayern. Der Außenbereich der historischen Furthmühle bot die perfekte Kulisse dazu.

Andreas Binder am Waldhorn, Bastian Pusch am Keyboard und Knud Mensing an der Gitarre gaben dabei ein Potpourri aus der südländischen Musik zum Besten. Die drei Männer kennen sich schon seit der Schulzeit und sind allesamt als Musiker in verschiedenen Formationen aktiv. Das Trio bot sowohl selbst komponierte Stücke als auch bekannte Klassiker, denen es oft mit eigenen Interpretationen einen besonderen Charakter verlieh.

Den Song „Quando quando quando“ zum Beispiel gab es in einer Samba-Version zu hören. Binder am Horn schmetterte die Melodie, auch in den hohen Lagen war sein Ton dabei rein und klar. Das Keyboard und die Gitarre bildeten das feste rhythmische und melodische Fundament dazu.

Ohrwurmpotenzial hatte auch das bekannte Stück „Volare“. Der Refrain kam abwechselnd von den verschiedenen Instrumenten und wurde immer wieder durch heitere, lockere Einwürfe ergänzt. Sehr atmosphärisch klang dagegen die Filmmusik aus dem Film „Der Pate“. Vor allem Bastian Pusch am Keyboard und Knud Mensing an der Gitarre sorgten dafür, dass als Basis für das Hornspiel schnell eine musikalische Spannung aufgebaut wurde.

Was das Konzert auszeichnete, war die Vielfalt, die Mischung aus swingiger, moderner und klassischer Musik. Zu hören waren schmissige Gitarrensoli genauso wie melancholische Hornmelodien, und der Keyboardspieler Busch nutzte alle Klangvarianten seines Instrumentes aus.

Leidenschaftlich, stolz und feurig endete das Konzert mit einem spanischen Tanz. Inzwischen war es dunkel geworden. An der alten Scheune konnte man Fledermäuse beobachten, an den Tischen sorgten Kerzen für leichtes Licht. Da ließen es sich Andreas Binder, Bastian Pusch und Knud Mensing nicht nehmen, zum Abschied noch einmal ein Abendlied zu spielen. Es war dem Mond gewidmet – und die gefühlvolle Melodie lud zum Träumen ein. Manch einer malte sich dabei sicher schon den nächsten Italienurlaub aus. Denn eines hatte der italienische Abend nicht geschafft: Das Fernweh war nicht verschwunden. Im Gegenteil. „Es ist jetzt eher noch stärker“, brachte es Paul Schmid von Kult A8 am Ende der Veranstaltung auf den Punkt. Claudia Schuri

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