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Völlig zerstört wurde der Audi (vorne), eines von sieben Autos, die gestern auf der A 8 bei Odelzhausen ineinander krachten. Die Einsatzkräfte konnten zunächst nur die Marke, aber nicht das genaue Modell erkennen. 

Fünf Kollisionen in der Zeit von Freitagfrüh bis Montagfrüh

A 8 wird zur Unfallautobahn

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Fünf Unfälle auf der Autobahn A 8 im Landkreis Dachau haben den Einsatzkräften in diesen Tagen alles abverlangt. Zwei ereigneten sich am Freitag, einer am Samstag (wir berichteten). Am Sonntag krachte es erneut. Die folgenreichste Kollision geschah gestern um 8.10 Uhr. Bei den Zusammenstößen waren stets mehrere Fahrzeuge beteiligt. Nicht weniger als 23 Personen wurden dabei zum Teil schwer verletzt.

Odelzhausen – Über drei Stunden lang ging gestern Vormittag auf der A 8 in Richtung München gar nichts mehr. Die jäh zum Stillstand gezwungene Blechlawine zog sich bald von Friedberg bis zur Anschlussstelle Adelzhausen hin. Dort leiteten Männer des Autobahnbetreibers A+ die Fahrzeuge aus. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge von Polizei, Rettung und Spezialreinigung sowie von Abschleppdiensten bettelten per Blaulicht und Hupe um Platz. Die Rettungsgasse funktionierte leidlich. Das Ziel der Blaulichtwagen: Eine Unfallstelle zwischen Adelzhausen und Odelzhausen. Dort ereignete sich der schwerste von insgesamt fünf Kollisionen im Verbreitungsgebiet der Dachauer Nachrichten in der Zeit von Freitagfrüh bis Montagfrüh.

Nach Angaben der Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Fürstenfeldbruck waren sieben Autos derart heftig ineinandergekracht, dass die Einsatzkräfte bei dem einen oder anderen zunächst nur die Fahrzeugmarke erkennen konnten, nicht jedoch, um welches Modell es sich genau handelt. Sieben Menschen zogen sich bei dem Auffahrunfall zum Teil schwere Verletzungen zu.

Laut VPI bremste ein in Richtung München fahrender Augsburger (33) seinen 3er-BMW wegen der tief stehende Sonne bei höherer Geschwindigkeit ab. Ein nachfolgender Stuttgarter (36) konnte seinen VW T-Roc nicht mehr rechtzeitig zügeln und krachte in den BMW. Nur Sekunden später fuhren fünf weitere Fahrzeuge in die Unfallstelle hinein. Dies waren: der Ford Transit eines Mannes aus Fürstenfeldbruck (71), der Audi A6 eines Mannes aus dem Raum Miesbach (54), der Audi A6 eines Mannes aus dem Raum Ulm (32), der Mini eines Augsburgers (30) sowie der 1er-BMW eines Mannes aus Karlsruhe (54).

Der 32-Jährige A6-Fahrer wurde eingeklemmt. Mit schweren Verletzungen kam er per Rettungshubschrauber in eine Münchner Klinik. Ein weiterer Helikopter flog den 30-jährigen Augsburger ins Zentralklinikum seiner Heimatstadt. Der 54-jährige A6-Fahrer wurde mittelschwer, die Piloten im Ford, VW und 1er-BMW kamen mit leichteren Blessuren davon. Der Unfallverursacher blieb unverletzt.

Der Sachschaden wird auf rund 180 000 Euro geschätzt. Die Autobahn war rund drei Stunden gesperrt, die Aufräumarbeiten waren gegen 12 Uhr beendet. Im Einsatz neben Polizei, Notarzt, Sanitätern und Heli-Piloten waren die Feuerwehren aus Adelzhausen, Odelzhausen und Dasing.

Bei dem Unfall am späten Sonntagnachmittag waren fünf Autos beteiligt. Hier waren sechs leicht Verletzte zu beklagen. Laut VPI fuhr fuhr ein 40-jähriger aus Baden-Württemberg mit seinem Mercedes R 350 gegen 18.30 Uhr auf der A 8 in Richtung Stuttgart. Zwischen Odelzhausen und Adelzhausen musste er sein Fahrzeug auf Grund von Verkehrsbehinderungen stark abbremsen. Ein nachfolgender 45-jähriger Münchner konnte seinen Ford SUV nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhr mit erheblicher Wucht auf den Mercedes auf. Auf dem mittleren Fahrstreifen war zu diesem Zeitpunkt eine 42-jährige Frau aus Heidenheim in einemOpel Astra unterwegs. Ihr gelang es, das Auto rechtzeitig abzubremsen. Jedoch fuhr der Hyundai eines 21-Jährigen aus dem Landkreis Bad Tölz auf. In den Opel und den Hyundai krachte schließlich noch der Dacia eines 46-Jährigen aus Baden-Württemberg.

Die A 8 blieb bis etwa 20 Uhr komplett und bis 22 Uhr zum Teil gesperrt. Der Gesamtschaden wird auf rund 40 000 Euro geschätzt. Im Einsatz waren neben Polizei und Rettungspersonal noch die Feuerwehren aus Adelzhausen, Odelzhausen sowie Wiedenzhausen.

Bei den drei Unfällen am Freitag und Samsta, zwei im Bereich Odelzhausen, einer auf Höhe Fuchsberg, alle drei in Richtung München, waren – wie berits berichtet – elf Menschen verletzt worden, eine davon schwer.

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