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Viele Kärtchen hingen am Ende an den Pinnwänden. Alles Wünsche der Bürger. 

Bürgerworkshop in Odelzhausen gut besucht

Viele gute Ideen für die Ortsmitte

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Restlos gefüllt war der Saal im ehemaligen Gasthaus zur Sonne in Odelzhausen beim ersten Bürgerbeteiligungsworkshop zur Gestaltung der Ortsmitte.

Odelzhausen Mit so einem großen Interesse hatten weder Bürgermeister Markus Trinkl noch die Experten vom Projektenwicklungsbüro CIMA gerechnet. 

Die Wirtschaft ist seit März dieses Jahres geschlossen, das Gebäude hat das gemeindliche Bauunternehmen „KU-Bau Odelzhausen“ erworben (wir berichteten). Wie es damit weiter geht, soll jetzt in dem Bürgerbeteiligungsprojekt ausgelotet werden. Vorschläge sind unter anderem ein Abriss mit Neubau sowie der Bau einer Tiefgarage. Einigkeit herrscht darüber, dass die Metzgerei, die inzwischen einen neuen Pächter hat, erhalten bleibt.

Bei dem Workshop konnten jetzt auch die Bürger ihre Ideen für die Gestaltung der Ortsmitte einbringen. Vorab hatte die CIMA-Beratung und Management GmbH bereits den Ist-Zustand analysiert. Das Fazit: „Es wurde in den letzten Jahren vieles richtig gemacht“, erklärte Jan Vorholt von der CIMA. „Die Versorgungslage schätzen wir als gut ein, aber es gibt natürlich immer Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung.“

Dazu konnten die rund 80 Besucher bei der Veranstaltung ihre Wünsche äußern. Die CIMA hatte dafür ein etwas größeres Gebiet rund um die Ortsmitte definiert, das im Süden bis zur Hauptstraße, im Westen bis zur Glonn und im Osten bis zur Glonnstraße reicht. Im Norden sind unter anderem die Gemeindeverwaltung, das Pfarrheim sowie die Marktstraße miteingeschlossen. Die Bürger konnten ihre Ideen zu den Themen Einzelhandel, Dienstleistung, Gastronomie, Beherbergung, Kultur, Vereine, Verbände, Bildung sowie Verkehr, Parken und Mobilität auf Kärtchen schreiben und diese dann an Pinnwände heften. Eigentlich hätte danach noch über die Vorschläge diskutiert werden sollen, doch so weit kam es gar nicht. Der Grund: Es waren schlicht zu viele Anregungen. Rund 250 Kärtchen sind zusammengekommen. „Die vielen Ideen müssen wir erst einmal sortieren“, erklärte Vorholt.

Auffällig war, dass ein Anliegen besonders oft genannt wurde: Die Odelzhauser wollen wieder ein bayerisches Wirtshaus am Marktplatz, am besten mit einem großen Saal für Veranstaltungen und einem Biergarten. Auch viele Gemeinderäte teilen diesen Wunsch. Einige hatten vorab außerdem vorgeschlagen, ein Parkhaus zu bauen – eine Idee, die ebenfalls bei vielen Bürgern gut ankommt.

Immer wieder war auf den Kärtchen zu lesen, dass die Parksituation rund um den Marktplatz problematisch sei. Neben einer Tiefgarage regten ein paar Bürger auch an, auf der Wiese neben dem Getränkemarkt einen Parkplatz zu schaffen.

Außerdem müsse der öffentliche Personennahverkehr verbessert werden, zum Beispiel mit einer regelmäßigen Verbindung zur S-Bahn auch am Wochenende oder einem Bus für Bürger, die nicht mehr so mobil sind.

Eine andere häufige Forderung war, dass es Räumlichkeiten geben soll, in denen sich zum Beispiel Bürger, Vereine, Jugendliche und andere Gruppierungen treffen können.

Viele Odelzhauser wünschen sich außerdem mehr Freizeitmöglichkeiten. Ideen waren hier zum Beispiel ein Trimm-Dich-Pfad, eine Kneipp-Anlage, Mulitifunktionsflächen sowie Brunnen und Wasserspiele. Besonders häufig kamen der Wunsch nach einem Freibad, einem Naturschwimmbad an der Glonn oder einem Hallenbad an der Schule auf. Auch über öffentliche Toiletten und weitere Fachärzte wie einen Kinderarzt oder einen Hals-Nasen-Ohrenarzt würden sich die Odelzhauser freuen. Kritisch stehen einige dagegen der Idee gegenüber, dass die Gemeindeverwaltung in die Ortsmitte ziehen soll, wenn dort ein Neubau anstelle des Gasthauses zur Sonne entsteht. Mehrere Bürger befürchten hohe Kosten und betonten, mit dem jetzigen Standort zufrieden zu sein.

Alle Meinungen werden jetzt vom Projektenwicklungsbüro ausgewertet und mit der Gemeinde abgestimmt. Anfang kommenden Jahres soll ein zweiter Workshop stattfinden. „Ortsentwicklung ist immer langfristig“, erklärte Jan Vorholt, „und nichts, was man von heute auf morgen umsetzen kann“. Er rechnet mit Ergebnissen im zweiten Quartal 2020.

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