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Krachte auf ein Auto und wurde anschließend nach rechts in einen Grünstreifen geschleudert: der Audi einer 19-Jährigen. 

Rettungskräfte im Dauereinsatz

Fünf Unfälle, elf beteiligte Autos, zwei Verletzte und hoher Sachschaden

Zahlreiche Rettungskräfte waren am Donnerstagabend auf der A8 im Dauereinsatz.

Odelzhausen Fünf Verkehrsunfälle mit insgesamt elf beteiligten Fahrzeugen, die zwei leicht verletzten Personen forderten sowie einen Sachschaden in Höhe von 60 000 Euro hinterließen, haben den Rettungskräften am Donnerstag auf der A 8 Schwerstarbeit beschert – und jede Menge Ärger. Denn zwei Dinge sind den Verkehrsteilnehmern einfach nicht auszutreiben: das Gaffen sowie das Blockieren der Rettungsgasse.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruckkam übersah zunächst ein in Richtung München fahrender 21-jähriger VW T4-Fahrer gegen 16.50 Uhr ein Stauende und fuhr auf drei Autos auf. Der Fahrer des vordersten Fahrzeugs, ein 38-jähriger Münchner erlitt dabei leichtere Verletzungen und musste mit dem Rettungswagen in das Klinikum Fürstenfeldbruck gebracht werden.

Nur zehn Minuten später krachte es im Stau der ersten Unfallstelle erneut. Eine 25-jährige Münchnerin erkannte zu spät, dass die Fahrzeuge vor ihr bis zum Stillstand abgebremst hatten, und prallte mit ihrem Audi A3 auf einen Mercedes S 500 und einen Ford Transit.

Gegen 17 Uhr kam es wenige Meter nach der ersten Unfallstelle zu zwei weiteren Auffahrunfällen. Während es einmal ohne Verletzte abging, wurde beim zweiten Zusammenstoß ein 27-jähriger BMW-Fahrer aus dem Landkreis Donauwörth leicht verletzt. Ein 58-Jähriger aus dem Landkreis Starnberg hatte mit seinem VW-Suv nicht mehr rechtzeitig bremsen können und war in den BMW gekracht. Zur Bergung der Fahrzeuge und zur Fahrbahnreinigung mussten die beiden linken Fahrspuren in Richtung München rund zwei Stunden gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die rechte Fahrspur und den Standstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Kurz vor Räumung der Unfallstellen kam es gegen 18.45 Uhr auf der Gegenfahrbahn in Richtung Stuttgart, auf der der Verkehr wegen Gaffern sehr zäh floss zu einem weiteren Auffahrunfall, bei dem eine 19-jährige Audi-Fahrerin aus dem Landkreis Aichach auf einen Hyundai auffuhr. Der Audi schleuderte im Anschluss nach rechts in den Grünstreifen. Die Fahrerin wurde vorsorglich zur Abklärung vom Rettungswagen ins Klinikum Dachau gefahren. Hier musste die Autobahn aufgrund Bergungs- und Reinigungsarbeiten für etwa 15 Minuten komplett gesperrt werden.

Wie die Feuerwehr Sulzemoos mitteilt, erschwerte die fehlende Rettungsgasse nach dem Unfall in Richtung Stuttgart den Einsatzkräften die Anfahrt zur Unfallstelle. „Ein Autofahrer besaß sogar die Dreistigkeit und hatte sein Fahrzeug verlassen. Er blockierte so die Rettungsgasse und brachte sich in Lebensgefahr, da er sich unmittelbar neben ihr aufhielt. Für uns ist so ein verantwortungsloses Verhalten nicht mehr nachvollziehbar“, so ein Sprecher der Wehr.

Bei den Verkehrsunfällen waren neben Rettungsdienst und Autobahnmeisterei die Feuerwehren Sulzemoos, Adelzhausen, Odelzhausen und Feldgeding eingesetzt. 

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