Dramatische Bruchlandung: Flugzeug offenbar auseinandergebrochen - rund 200 Menschen an Bord

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Verkehrsgünstig gelegen bei der Autobahnausfahrt Odelzhausen liegt zwischen A8 und Staatsstraße 2051 das Gelände der ehemaligen Baumschule Winkler (schwarz umrandet)
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Verkehrsgünstig gelegen bei der Autobahnausfahrt Odelzhausen liegt zwischen A8 und Staatsstraße 2051 das Gelände der ehemaligen Baumschule Winkler (schwarz umrandet)

Beschluss im Gemeinderat

Bis die S-Bahn kommt: Gemeinde Odelzhausen erweitert ihr Gewerbegebiet auf Zeit

Die Gemeinde Odelzhausen plant ihr Gewerbegebiet auf Zeit zu erweitern. Dafür hat der Gemeinderat das Gelände der ehemaligen Baumschule Winkler vorgesehen. 

Odelzhausen – Das bestehende Odelzhausener Gewerbegebiet westlich der Stuttgarter Autobahn soll – zumindest zeitweise – auf der Ostseite durch ein weiteres Gewerbegebiet ergänzt werden. Das beschloss der Gemeinderat gegen fünf Stimmen in seiner jüngsten Sitzung im Festsaal des Gasthofs Harner in Sixtnitgern mit seinem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan.

Die Fläche für die Erweiterung ist das 15 000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Autobahn und Staatsstraße 2051 der ehemaligen Baumschule Winkler. „Warum soll es jetzt für 15 Jahre verpachtet werden?“, fragte Manfred Weyerer (BGO). Die Gemeinde, die seit 2015 Eigentümerin des ehemaligen Winkler-Geländes nahe der Autobahnausfahrt Odelzhausen ist, will sich die Möglichkeit einer eventuellen S-Bahn-Neubaustrecke neben der Autobahn offenhalten.

Doch wie Bürgermeister Markus Trinkl (parteifrei) im Gespräch mit den Dachauer Nachrichten betonte, ist mit solch einer S-Bahn-Neubaustrecke allenfalls in einem Zeithorizont von 20 bis 25 Jahren zu rechnen. Aber solange wolle er das Gemeindegrundstück nicht ungenutzt liegen lassen. Damit es in Form von Pacht einen Ertrag bringt, soll es jetzt auf Zeit als Gewerbegrundstück beispielsweise für eine Tankstelle oder für einen autobahnnahen Lastwagen-Übernachtungsplatz zur Verfügung stehen. So hofft Trinkl, die vielen parkenden Lkw aus dem Gewerbegebiet westlich der Autobahn herauszubekommen.

Das Gelände der ehemaligen Baumschule Winkler.

Von diesen Plänen hielt Roderich Zauscher (BGO) gar nichts: „Es ist der Traum einer jeden Gemeinde vom großen Gewerbesteueraufkommen. Aber hier bringt das deutlich mehr Schaden als Nutzen!“ Dem trat Lorenz Bradl (CSU) entschieden entgegen: „Bei solch einer Fläche macht es Sinn, sie für Gewerbe herzunehmen.“ In die gleiche Kerbe schlug Michael Kiemer (CSU): „Wo, wenn nicht an der Autobahn sollten wir solch eine Gewerbefläche einrichten?“ Diese Auffassung unterstützte Edgar Hiller (FWO).

Doch auch Zauschers Fraktionskollegin Elisabeth Kappes äußerte Bedenken: „Mit einer Tankstelle schaffen wir mehr Verkehr und für unsere kleinen Handwerksbetriebe in Odelzhausen bringt das keinen Nutzen.“ Genauso warnte Angelika Aigner (BGO) vor einer „toten Ortsmitte“. Bürgermeister Trinkl versicherte, er sei froh, dass es in Odelzhausen alle Geschäfte gebe, die die Grundnahrungsmittel-Versorgung sicherten und wolle das auch so beibehalten. Hier hakte Zauscher erneut ein: Dann müsse die Gemeinde auch etwas dafür tun und dürfe nicht den Weg anderer Kommunen gehen, die den örtlichen Einzelhandel kaputt gemacht hätten. Doch Trinkl betonte, es gelte das brach liegende Gemeindegrundstück wirtschaftlich für die kommenden 15 Jahre zu nutzen, um keinen Verlust zu machen. Eine Tankstelle oder ein Lkw-Übernachtungs-Parkplatz schade weder Bäcker, Metzger oder Obst- und Gemüseladen. Im Übrigen verfüge die Gemeinde derzeit über keine anderen eigenen Flächen, die als Gewerbegebiet in Frage kämen.

Reinhard-Dietmar Sponder

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