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Ortstermin: Bürgermeister Markus Trinkl und Kindergartenleiterin Margarete Klein-Kennerknecht. 

Eröffnung 

Kinderhaus Sandburg Odelzhausen begrüßt erste Kinder

Anfang September war es endlich so weit: Die ersten Kinder durften in das neue Kinderhaus Sandburg in Odelzhausen, Ortsteil Höfa einziehen.

Odelzhausen  Seit April letzten Jahres wurde gebaut, um auf knapp 1000 Quadratmetern Platz für sieben Kindergruppen zu schaffen. Knappe 500 Quadratmeter entstanden zusätzlich als Erweiterungsoption.

„Staatlich wird zwar nur der aktuelle Bedarf gefördert, aber wirtschaftlich ist es sinnvoller, Platz für weitere Gruppen einzuplanen, statt später anzubauen“, erklärt Bürgermeister Markus Trinkl. Das Erdgeschoss ist momentan mit einer Kinderkrippe, einer Kindergartengruppe und einer Integrativgruppe belegt. Auch ein großer Turnraum für sportliche Aktivitäten befindet sich im Erdgeschoss.

Der AWO Dachau als Träger war es wichtig, auch eine Integrativgruppe anbieten zu können: „Der Bedarf ist vorhanden, und es ist wichtig, dass wir das entsprechende Personal und die geeigneten Räume dafür anbieten können“, erklärt die Vorsitzende Wiebke Kappaun. Im ersten Obergeschoss wurde bei der Planung beispielsweise an einen Therapieraum gedacht. Neben den weiteren Gruppenräumen befindet sich dort auch ein großer Raum für die Mitarbeiter.

Im Gegensatz zu anderen Kommunen hatte Odelzhausen Glück bei der Suche nach Erziehern und Kinderpflegern. „Es ist ein Glücksfall, so Trinkl, dass alle Stellen besetzt sind, aber ein Neubau zieht immer mehr Bewerber an.“

Ebenfalls als einen Glücksfall bezeichnet die zuständige Architektin Carola Hain-Fischer die Tatsache, dass am Bau sehr viele einheimische Firmen beteiligt waren: „In fast allen Baubereichen waren auch hiesige Firmen eingesetzt. Das zeigt, dass diese sehr wohl eine Chance bei der Bewerbung um einen Auftrag haben.“ So wurden beispielsweise alle Einbauschränke von einem ortsansässigen Schreiner gebaut.

Eine Besonderheit bei der Planung war der Bau einer Küche, die gemeinsames Arbeiten von Kindern und Erziehern ermöglicht. So befindet sich an der Küchenzeile ein Auszug, auf den sich die Kinder stellen können, um den Größenunterschied auszugleichen. Ein weiteres Highlight für die Kinder sind die „Gucklöcher“, die in jeder Tür verbaut sind. Aber auch die Eltern spitzen gerne hindurch, um zu sehen, was der Nachwuchs treibt.

Selbstverständlich wurden auch Schallschutzwände verbaut und bessere Fenster eingebaut, nicht zuletzt, um den Lärm der Autobahn draußen zu halten. Aber der Lärmschutz bewährt sich auch ganz aktuell, da noch Fertigstellungsarbeiten geleistet werden, die den Lärmpegel erhöhen.

Das dritte Obergeschoss soll eine Perspektive für die Zukunft bieten. Je nach Bedarf sollen dort weitere Gruppenräume, Mitarbeiter-Wohnungen oder Räume für Kinderbetreuung entstehen.

Für den Bau wurden vom Gemeinderat 6,2 Millionen Euro genehmigt. „Mit der Einhaltung der Kosten sind wir dabei auf einem guten Weg“, so Trinkl. Im Frühjahr nächsten Jahres soll dann die offizielle Einweihung mit Eröffnungsfeier stattfinden. 

Eva Dillitz

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