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Entwürfe für den Neubau des Odelzhauser Sonnenwirts: Die Gewinner stehen fest!

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Von: Claudia Schuri

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Den vorläufigen ersten Platz belegt der Entwurf des Architekturbüros von Braunger Wörtz Architekten GmbH aus Blaustein und die Logo verde Ralph Kulak Landschaftsarchitekten GmbH aus Landshut. 
Den vorläufigen ersten Platz belegt der Entwurf des Architekturbüros von Braunger Wörtz Architekten GmbH aus Blaustein und die Logo verde Ralph Kulak Landschaftsarchitekten GmbH aus Landshut.  © cla

Eine Jury hat nun ersten drei Plätze der Entwürfe für Neubau des Odelzhauser Sonnenwirts vergeben. Der Wettbewerb war spannend, die Ideen allesamt beeindruckend! Eine endgültige Entscheidung soll im Sommer fallen.

Odelzhausen – Eines steht fest: Das neue Gebäude wird das Ortsbild von Odelzhausen für viele Jahre prägen. Das ehemalige Gasthaus zur Sonne in der Ortsmitte soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs haben zwölf Architekturbüros Entwürfe erarbeitet, wie das Gebäude aussehen könnte.

Eine Jury, bestehend aus Sach- und Fachpreisrichtern, hat die Arbeiten in mehreren Wertungsrundgängen beurteilt, und schließlich die ersten drei Plätze vergeben. „Der Wettbewerb war sehr spannend“, sagt Bürgermeister Markus Trinkl. „Jetzt können die Architekten ihre Entwürfe optimieren und anpassen.“

Auch der Gemeinderat und Chef des Kommunalunternehmens KU-Bau Odelzhausen, Michael Kiemer, ist gespannt: „Wir werden am Ende zu einen stimmigen Ergebnis kommen“, hofft er. „Jetzt geht es dann auch um die Details wie die genaue Raum- und Kostenplanung.“

Wer von den drei Gewinnern letztlich den Zuschlag erhält, ist also noch offen. Zunächst haben sie die Chance, ihre Entwürfe noch einmal zu ändern. Geplant ist, dass der Gemeinderat im Sommer den Beschluss über die Auftragsvergabe fällt.

Vorgabe der Auftraggeber: Das Gebäude soll zum Ortsbild passen

Wichtig bei der Bewertung der Vorschläge war, dass sich das neue Gebäude in das Ortsbild einfügt. Es muss Platz für die Metzgerei, ein Wirtshaus, einen Dorfladen, die Gemeindeverwaltung und einen Multifunktionsraum bieten. Auch mindestens 90 Tiefgaragen- und 13 oberirdische Stellplätze sind Pflicht. Zudem soll mindestens 650 Quadratmeter Marktplatzfläche frei bleiben, damit weiterhin ausreichend Platz für Veranstaltungen ist.

Auf den ersten Platz landete ein Entwurf von Braunger Wörtz Architekten GmbH aus Blaustein und Logo verde Ralph Kulak Landschaftsarchitekten GmbH aus Landshut. „Das Gebäude fügt sich sehr schön in die Optik ein und das Dach ist sehr interessant gestaltet“, lobt Markus Trinkl. Geplant sind bei dem Entwurf gegliederte Dachformen mit drei Satteldächern.

Doch Bürgermeister Trinkl sieht auch Defizite: „Es fehlen 200 Quadratmeter für die Verwaltung“, kritisiert er. „Die müssen noch untergebracht werden.“ Trinkl findet es außerdem schade, dass die Baukörper im Erdgeschoss nicht zusammen gebaut sind. Auch würde Trinkl eine andere Anordnung der Parkplätze bevorzugen.

Die Jury gab zudem zu bedenken, dass der Trakt des Gebäudes, in dem der Multifunktionssaal und der Gasthof untergebracht sind, weit nach Westen vorgerückt ist. Dadurch könne eine größere Offenheit des Dorfplatzes verbaut werden. Sie regt eine Zurückschieben Westgiebelwand bei diesem Trakt an.

Eine andere Optik hat der Entwurf von German Deller Büro für Architektur und Städtebau aus Dachau mit der ILG Architekten GmbH aus München, Frick Krüger Nuser Plan2 GmbH aus München und Luska Freiraum GmbH aus Dachau, für den es den zweiten Preis gab: Hier sind unter anderem eine Holzfassade, ein Staffelgeschoss im Süden, eine große Dachterrasse und eine Dachbegrünung vorgesehen. „Durch die Anordnung bleibt viel Marktfläche übrig und es sind alle Funktionsflächen untergebracht“, erklärt Trinkl. Doch er findet auch: „Bei der Fassadengestaltung muss noch nachgebessert werden.“ Die Jury schlug vor, auf die geplanten Fichtenlamellen zu verzichten und auf eine größere Repräsentativität zu achten. Weitere Bedenken gab es unter anderem wegen einer möglichen Verschattung von Nachbargebäuden und der Umfahrung des Gebäudekomplexes auf der Ost- und Nordseite.

Alle Entwürfe auch online einzusehen

Auf den dritten Rang wurde der Entwurf von Dannheimer + Joos Architekten GmbH aus München und Toponauten GmbH aus Freising gewählt. Es handelt sich um einen langgestreckten, dreigeschossigen Baukörper mit auf- und zurückgesetztem Dachgeschoss und Holzfassade. „Der Entwurf hat eine ähnliche Struktur wie beim zweiten Platz“, erläutert Trinkl. Auch hier soll es eine Dachterrasse geben. Geplant ist außerdem eine Biergartennutzung im Osten des Grundstücks.

Die Jury äußerte dazu jedoch Bedenken wegen der Lärmbelastung der Nachbarschaft. „Ein Problem könnte auch eine Verschattung sein“, sagt Trinkl. Die Jury schlug zudem eine dominantere Ausformung des Rathauszugangs und eine Verschiebung des Multifunktionstrakts im Staffelgeschoss vor.

Die Entwürfe sind außerdem auf der Homepage des Architekturbüros Landherr und Wehrhahn, das den Wettbewerb betreut hat, zu sehen. Auch ein Protokoll der Preisgerichtssitzung ist dort zu finden unter www.landherr-wehrhahn.de.

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