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Als Gastgeschenk erhielt der Odelzhauser Bürgermeister Markus Trinkl einen Schlüssel für das Haupttor von Amelia.

Partnerschaft zwischen Odelzhausen und Amelia besiegelt

Sogar Terence Hill war da

Jetzt ist sie hochoffiziell, die Partnerschaft zwischen Odelzhausen und Amelia. In dem 12 000- Einwohner-Städtchen nördlich von Rom fand der große Festakt statt. Die Gastgeber beeindruckten mit einem gewaltigen Programm, großer Gastfreundschaft – und dem Schauspieler Terence Hill.

Odelzhausen – Die Odelzhauser zieht es ins schöne Italien: Die Gemeinde hat jetzt offiziell eine Partnerschaft mit dem italienischen Städtchen Amelia geschlossen. Eine Delegation von rund 60 Odelzhausern, darunter Bürgermeister Markus Trinkl, Gemeinderäte, Mitglieder des Partnerschaftsvereins und Musiker der Blaskapelle Sittenbach, ist dazu nach Umbrien gereist.

Höhepunkt des Besuchs war ein feierlicher Festakt, bei dem Odelzhausens Bürgermeister Markus Trinkl und Amelias Bürgermeisterin Laura Pernazza die offiziellen Partnerschaftsdokumente unterzeichneten.

Amelia ist eine Stadt mit knapp 12 000 Einwohnern und liegt rund 100 Kilometer nördlich von Rom. Sie blickt zurück auf eine über 3000-jährige Geschichte. Vor allem die historischen Stadtmauern und die mittelalterliche Altstadt sind beeindruckend. „Besonders das Rathaus, der Dom und die uralten Kasernen sind sehr schön“, berichtet Roland Riedel, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins.

Bei einer Stadtrundfahrt konnten die Odelzhauser Amelia und die Umgebung näher kennenlernen. Außerdem lernten sie viel über die Traditionen des Ortes. Denn die Italiener hatten für die Besucher ein buntes Programm vorbereitet. „Wir wurden mit einer sagenhaften Gastfreundschaft aufgenommen“, erzählt Riedel.

Bevor es zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde ging, gab es einen feierlichen Festzug. Die italienischen Fahnenschwenker „Sbandieratori“ zeigten ihre Künste, und die Sittenbacher Blaskapelle sowie Musiker aus Amelia sorgten für die musikalische Umrahmung. Dazu präsentierten sich Vertreter aus den verschiedenen Stadtteilen in historischen Kostümen. Sogar das Regionalfernsehen und der bekannte Schauspieler Terence Hill waren dabei. Hill alias Mario Girotti betreibt inzwischen in Amelia eine Eisdiele. Weil seine Mutter aus Deutschland stammt, hatte er angeboten, die Patenschaft für die Zusammenarbeit zwischen Odelzhausen und Amelia zu übernehmen.  

Vor der Unterzeichnung der Urkunden überreichten die Italiener außerdem ein besonderes Gastgeschenk an Bürgermeister Markus Trinkl. Er bekam eine Ehrenmedaille sowie einen Schlüssel für das Haupttor zur Stadt. „Das war eine besondere Ehre mit einer sehr tiefgehenden historischen Bedeutung“, so Trinkl. Er betont, dass es für Odelzhausen wichtig sei, dass die Partnerschaft nicht nur auf dem Papier besteht. „Sie muss mit Leben gefüllt werden und wachsen“, sagt Trinkl.

Erste Kontakte wurden bereits in den vergangenen Jahren geknüpft, nachdem Elia Iacocagni, der vor langer Zeit von Amelia nach Odelzhausen ausgewandert ist, den Kontakt zwischen den Gemeinden hergestellt hatte. So gab es schon Schülerbesuche und Kochkurse. Auch bei der jetzigen Reise konnten weitere Freundschaften geknüpft werden, zum Beispiel bei einem großen traditionellen Stadtfest.

Für die Zukunft sind weitere Projekte geplant. Die Realschule Odelzhausen wird im Herbst wieder eine Abschlussfahrt nach Amelia organisieren, der Partnerschaftsverein bietet einen Italienisch-Sprachkurs an, und die Fahnenschwenker möchten zu Besuch in die Glonntalgemeinde kommen. „Ganz wichtig ist, dass man die Jungend und die Vereine mitnimmt“, findet Roland Riedel. „Von ihnen muss die Partnerschaft gelebt werden.“ Riedel könnte sich außerdem gemeinsame Feste, Reisen oder Austausche vorstellen.

Auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Kommunen soll ausgeweitet werden. „In Amelia ist die Jugendarbeitslosigkeit sehr hoch, und bei uns haben Unternehmen oft Probleme, Auszubildende zu finden“, erklärt Bürgermeister Markus Trinkl. „Da könnte ich mir Kooperationen vorstellen.“ 

Claudia Schuri

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