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Abgehängt: Sylvia Hübner ist seit einem Vierteljahr auf ein Handy angewiesen. 

Zahllose Beschwerden blieben ohne Erfolg

Schon wieder Chaos mit Vodafone und Telekom! Ehepaar seit dem 8. November ohne Festnetz

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Der Festnetzanschluss des Ehepaars Hübner aus Odelzhausen ist seit mehr als drei Monaten tot. Der Internetzugang war es lange Zeit auch. Die Hübners haben zahllose Beschwerden an ihren Anbieter Vodafone und den Leitungseigentümer Telekom gerichtet. Ohne Erfolg.

Odelzhausen – Sylvia Hübner übt sich in Ironie: „Wir haben von Vodafone immerhin einen Router gestellt bekommen. Jetzt sind wir wieder mit der Zivilisation verbunden.“ Nur: Via Festnetz telefonieren können sie und ihr Ehemann Arnold immer noch nicht. Seit 8. November sind die Hübners im wahrsten Sinne des Wortes abgehängt. Nun ist es so, dass das Ehepaar keineswegs in Burundi, auf einer Eisscholle vor Grönland oder auf einem Einödhof in der Uckermark lebt, sondern im weitaus zivilisierteren Odelzhausen. Der Grund, dass die Hübners ein „Störfall“ sind, ist ein anderer: Ihr Anbieter Vodafone sowie der Leitungseigentümer, die Telekom, bekommen die Angelegenheit einfach nicht geregelt.

Bereits Anfang Februar berichteten wir von einem ähnlichen Fall: Internet-Horror mit Vodafone und Telekom

„Wir dürfen keine Hand an Telekom-Leitungen anlegen“

Dabei ist seit vielen Wochen bekannt, dass der Fehler auf der sogenannten letzten Meile zu suchen ist, also jene Kabelverbindung, die direkt in den Haushalt reicht. „Unsere intensive Fehleranalyse vor Ort ergab, dass hier ein Leitungsschaden vorliegt, der ausschließlich durch die Telekom beseitigt werden kann und darf. Wir dürfen keine Hand an diese Telekom-Leitungen anlegen“, betont Vodafone-Konzernsprecher Volker Petendorf. Sein Unternehmen habe der Telekom zwar einen Reparaturauftrag erteilt, aber: „Zuletzt am 7. Februar 2018 erhielten wir von der Telekom die Nachricht, dass sie im letzten Schritt noch einen Kabel- oder Verteiler-Schaden beseitigen muss. Einen Termin für die Entstörung ihrer Leitung hat uns die Telekom noch nicht genannt“, so Petendorf.

Immerhin ins Internet können sie nun

„Ich würde es ja verstehen, dass die nicht arbeiten konnten, weil strenger Frost herrschte, aber dem war in letzter Zeit nicht so“, meint Sylvia Hübner. In den vergangenen drei Monaten mussten Sylvia und Arnold Hübner mit dem Handy auskommen; immerhin haben sie mittlerweile „eine lebendige Sachbearbeiterin an unserer Seite, die sich um uns kümmert“, so Sylvia Hübner. Und noch einen Helfer gibt es seit kurzem, wenn auch keinen lebendigen: Vodafone hat dem Ehepaar einen Router überlassen. Wenigstens ins Internet können die Hübners nun wieder, was Sylvia Hübner schön findet, schließlich verliere man schnell mal soziale Kontakte.

Soweit ist es bislang nicht gekommen. Im Gegenteil. Es kamen neue hinzu. Allerdings keine angenehmen. In den zurückliegenden Wochen führten die Hübners zahllose Gespräche über irgendwelche Hotlines mit irgendwelchen, meist ahnungslosen Mitarbeitern, die die Nerven der Hübners stark strapazierten.

Telekom gibt keine Stellungnahme ab

Vodafone ist der Fall peinlich. „Wir bitten Frau Hübner um Entschuldigung für ihre vorübergehenden Unannehmlichkeiten. Uns ist klar, dass es hier nicht nur um die Reparatur eines Stück Kupferdrahtes geht, sondern um eine Kundin, die klare Kommunikationsbedürfnisse hat und den Anschluss benötigt“, so Pressesprecher Petendorf. Die Telekom hingegen war trotz mehrfacher Anfrage nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ist die Digitalisierung ein großes Thema. Schnelles Internet für alle verspricht die Große Koalition großspurig. Dabei gilt auch: Es kommt nicht nur darauf an, die Leitungen dafür zu legen, es muss auch gewährleistet werden, dass sie im Schadensfall zeitnah repariert werden. Drei Monate wie im „Störfall“ Hübner ist definitiv zu lang.

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