In seinem schwarzen Flitzer kaum zu schlagen: Motorsport-Talent David Karl aus Höfa. 
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In seinem schwarzen Flitzer kaum zu schlagen: Motorsport-Talent David Karl aus Höfa. 

Kart-Fahrer aus Höfa-Nord gehört zu Deutschlands großen Motorsport-Talenten

David Karl ist rasend schnell auf dem Weg nach oben

  • Claudia Schuri
    VonClaudia Schuri
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Höfa-Nord – Er hat Benzin im Blut. Schon als ganz kleiner Bub hat David Karl aus Höfa-Nord lieber Autozeitungen statt Kinderbücher angeschaut und die Reifen seines Kinder-Kettcars komplett abgefahren. Ganz besonders faszinierten ihn die Pokale seines Vaters Christian Karl, der früher Auto-Slalom-Fahrer war. „Die muss man sich erfahren“, erklärte Christian Karl damals seinem Sohn.

Und der legte gleich los damit. Mit fünf Jahren saß David zum ersten Mal in einem Kart. „Er konnte kaum über das Lenkrad schauen“, sagt seine Mutter Carina Karl. Erst mit vielen Kissen, Sitzschalen und Verlängerungen klappte es, dass der Bub das große Kart steuern konnte.

Heute ist David Karl 14 Jahre alt – und gilt als großes Nachwuchstalent im Motorsport. „Mein Traum ist es, in der Königsklasse Formel 1 oder der DTM (Anm. d. Red.: Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft) zu fahren“, sagt er.

Der Teenager kann schon viele Erfolge vorweisen: Er ist viermaliger Deutscher Meister, dreimaliger Bundesvizemeister, dreimaliger südbayerischer Meister, zweimaliger bayerischer Meister im Kartslalom sowie Vize-Meister in der Juniorwertung GTC-Kartrundstrecken. Dieses Jahr wurde David in das ADAC Juniorenteam Südbayern der GTC-Kart-Rundstrecke aufgenommen.

Sein erstes Rennen fuhr er mit acht Jahren – und landete auf dem 13. Platz. „Ich war total aufgeregt“, erzählt er, „und danach ein bisschen traurig und nicht zufrieden mit der Platzierung.“ Im zweiten Rennen schaffte er den achten Platz – und schon beim dritten Rennen stand er auf dem Podium.

Seitdem fährt David Karl einen Sieg nach dem anderen ein. Mittlerweile hat er einen eigenen Stil entwickelt, seine Tricks gibt er schon als Trainer an jüngere Fahrer weiter.

Hinter dem Erfolg steckt viel Training. David Karls Spitzname ist Rundenkönig. Er fährt und fährt und fährt. „Schon als Kind war er sehr ehrgeizig“, sagt sein Vater Christian Karl. Er erinnert sich daran, dass nach dem Training einmal alle gemeinsam grillten. Nur David Karl fuhr weiter: „Er hat erst aufgehört, als der Tank leer war.“

Der heute 14-jährige David hat inzwischen den Sprung auf die Rundstrecke geschafft. Während er im Slalom alleine unterwegs ist, misst er sich dort direkt auf der Strecke mit anderen Fahrern. Die Rennen sind länger, und er fährt im Team mit anderen. Für die Rennen ist er in ganz Deutschland unterwegs. Im Oktober geht’s nach Frankreich. Dann tritt er bei den F.I.A. Motorsport Games für Deutschland an.

David bereitet sich auf jedes Rennen akribisch vor: „Ich gehe immer die komplette Strecke ab“, erklärt er. Natürlich gehören auch Probefahrten und Taktikbesprechungen mit dem Team dazu. Außerdem bekommen die Fahrer ein Mental-Training, um auf der Strecke hochkonzentriert, reaktionsschnell und nervenstark zu bleiben.

Auch die Technik ist elementar wichtig: „Manchmal helfen auch kleine Veränderungen am Kart, dass es noch schneller geht.“ Auf seinem Weg zur Profikarriere ist er für die optimale Ausstattung auf Sponsoren angewiesen. „Um weiterzukommen, braucht man das richtige Equipment“, erklärt Vater Christian Karl.

Die Eltern unterstützen den Sohn dabei, den großen Traum zu verwirklichen. Auch die Realschule Odelzhausen, wo David demnächst die achte Klasse besucht, hat Verständnis für seine große Leidenschaft.

„Es geht darum, von Rennen zu Rennen besser zu werden“, sagt der junge Kart-Sportler. Doch das ist nicht das Einzige, was zählt: „Man kämpft auf der Strecke, und es gibt trotzdem gute Freundschaften.“ Und eigentlich ist die Sache ganz einfach: „Ich will eben immer der Schnellste sein.“

Sehr oft gelingt dem 14-Jährigen das. Mittlerweile hat er selbst mehrere Glasvitrinen, in dem seine Pokale und Trophäen glänzen. Rund 180 Pokale und acht Meisterschaftsringe stehen schon darin – und viele weitere sollen noch dazu kommen, vielleicht ja sogar in der Formel 1 oder in der DTM.

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