dpa-Foto Laptop, ein Finger
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Chancengleichheit: Auch Kinder von einkommensschwächeren Familien sollen mit Laptops lernen können (Symbolbild).

Lernen mit modernen Hilfsmitteln

Schulverband Odelzhausen kauft Laptops für Schüler

  • Claudia Schuri
    vonClaudia Schuri
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Auch Kinder aus einkommensschwächeren Familien sollen mit modernen Hilfsmitteln lernen können: Der Schulzweckverband Odelzhausen schafft 30 weitere Laptops an.

Odelzhausen – Alle Jugendliche sollen zu Hause gleich gut lernen können, auch wenn die Familien nicht so viel Geld haben, um einen Laptop oder ein Tablet zu besorgen, oder wenn die Familiengeräte zu Schulzeiten nicht zur Verfügung stehen, weil die Eltern sie für das Homeoffice benötigen. Darüber sind sich die Mitglieder des Schulzweckverbands Grund- und Mittelschule Odelzhausen einig. Deshalb werden 30 weitere Leihlaptops für die Grund- und Mittelschüler angeschafft.

Drei Angebote wurden dazu eingeholt, erklärte der Zweckverbandsvorsitzende und Bürgermeister der Gemeinde Pfaffenhofen in der vergangenen Sitzung. Die Geräte kosten insgesamt rund 29 100 Euro. Allerdings muss der Verband nur einen sehr kleinen Teil davon bezahlen, denn es gibt eine Förderung der Regierung in Höhe von über 28 467 Euro. „Für den Zweckverband bleiben Kosten in Höhe von ungefähr 640 Euro“, erklärte Zech. Einstimmig beschlossen die Verbandsmitglieder, die Laptops zu kaufen.

Neben den 30 neuen Laptops stehen der Grund- und Mittelschule außerdem noch 110 Tablets zur Verfügung, die bei Bedarf verliehen werden können.

Auch in der Realschule Odelzhausen gibt es Leihgeräte: Für den Fall, dass sich die Schüler tageweise mit Distanz- und Präsenzunterricht abwechseln, gibt es 48 iPads, die sich Jugendliche im Heimunterricht ausleihen können. „Falls wir komplett in den Distanzunterricht gehen, können wir die 32 iPads und 32 Notebooks, die wir im Unterricht verwenden, auch mit ausgeben, weil sie dann nicht in der Schule gebraucht werden“, erklärt Realschul-Leiterin Anette Schalk.

Wer ein Gerät bekommt, entscheidet die Schulleitung immer im Einzelfall. Beide Schulleiterinnen würden sich aber wünschen, dass weiterhin Präsenzunterricht für alle Schüler möglich ist. Bisher sei in der Realschule nur eine Schülerin positiv auf das Coronavirus getestet worden. „In der Klasse gab es keine Ansteckungen, noch nicht einmal die Banknachbarn“, berichtet Schalk. Es sei der große Wunsch der Kinder und Jugendlichen, weiterhin in der Schule zu lernen, betonen die Schulleiterinnen.

„Alles ist besser, als Distanzunterricht“, sagt auch Cordula Weber, Leiterin der Grund- und Mittelschule Odelzhausen. „Wir haben im neuen Schulhaus genug Platz, um Abstand zu halten.“

Dass die Hygienemaßnahmen gut funktionieren, zeige sich auch darin, dass dieses Jahr viel weniger Buben und Mädchen krank sind, als normalerweise um die Jahreszeit. Mit den Masken kämen in Odelzhausen auch die kleineren Grundschüler gut zurecht. „Alles ist machbar, die Kinder können auch mal raus an die frische Luft“, sagt Weber. „Wenn man mit ihnen vernünftig redet, dann funktioniert es gut.“

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