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„Harmonic Brass“ mit Alexander Steixner, Elisabeth Fessler, Andreas Binder, Hans Zellner und Manfred Häberlein (v.l.) stellten ihr Konzert unter das Motto einer Donau-Schifffahrt. 

Silvesterkonzert mit Harmonic Brass in Odelzhausen

Spannende Kreuzfahrt in der Kirche

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Volle Kraft voraus ins Jahr 2020: Das hieß es an Silvester in der Kirche St. Benedikt in Odelzhausen. Zum fünften Mal gab das Blechbläserquintett „Harmonic Brass“ dort zum Jahreswechsel ein Konzert – und wieder war die Kirche voll.  

VON CLAUDIA SCHURI

Odelzhausen – Dieses Mal nahm das Ensemble das Publikum mit auf eine Schiffsreise. Im Altarraum hatten die Musiker ein kleines Schiff aufgebaut, bei einer Kreuzfahrt ging es die Donau entlang. 2845 Kilometer, zehn Länder und ein Potpourri aus Musik von Ulm bis zur Ukraine waren geboten.  

Hans Zellner und Elisabeth Fessler jeweils an der Trompete, dem Flügelhorn und der Piccolo-Trompete, Andreas Binder am Waldhorn, Alexander Steixner an der Posaune und Manfred Häberlein an der Tuba zeichnen sich allesamt durch eine hohe individuelle Qualität und große Spielfreude aus. Als Ensemble überzeugten sie mit perfekt aufeinander abgestimmtem Zusammenspiel.

Das Programm war auf vielfältige Weise mit der Donau und den Anrainerstaaten verbunden. Hornist Andreas Binder führte mit viel Witz und Humor durch das Konzert, als verbindendes Element hatten die Musiker immer wiederkehrende Fanfaren im Schiff eingebaut. „Harmonic Brass“ wagte sich dabei auch an Stücke, die man nicht unbedingt mit einem Blechblasensemble in Verbindung bringt wie zum Beispiel Ludwig van Beethovens Klavierstück „Für Elise“. Insbesondere Elisabeth Fessler und Hans Zellner bewiesen dabei, dass die bekannte Melodie auch im Blechblas-Sound sehr gut klingen kann.

Mit Johann Sebastian Bachs „Toccata und Fuge in d-Moll“ imitierten die Blechbläser außerdem die gesamte Klangvielfalt der weltweit größten Kirchenorgel, die sich im Dom St. Stephan in Passau befindet. Besonders gut angekommen sind beim Publikum die Stücke, bei denen die einzelnen Instrumente für virtuose, mitreißende und sehr anspruchsvolle Soli hervortraten. Schnelle Läufe, Thriller, gefühlvolle, liebliche Klänge und feurige, hitzige Melodien waren dabei zu hören.

Im Vergleich zu den vergangenen Auftritten von „Harmonic Brass“ in Odelzhausen gab es dieses Jahr eine Neuerung: Bei einigen Stücken ergänzten die Musiker ihre Musik mit Percussion und Schlagwerk. Passend zum Motto einer Donau-Reise spielte das Quintett Stücke aus Deutschland und Österreich, aber auch aus Serbien, Rumänien und der Ukraine.   

Am Donaudelta endete die Schifffahrt dann auch mit einem ukrainischen Stück – ein bisschen beißend, ein bisschen tänzerisch, auf jeden Fall mit viel Leidenschaft. Ganz vorbei war das Konzert damit aber doch noch nicht. Als Zugabe spielte „Harmonic Brass“ das Stück, das bei einer Donau-Reise natürlich auf keinen Fall fehlen darf: den Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss.

Sogar eine tänzerische Einlage hatten die Musiker vorbereitet – der ein oder andere Zuhörer kam da vielleicht gleich in die richtige Stimmung für die spätere Silvesterparty.

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