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Geburtstagsgeschenk: Geschäftsleiter Manuel Edelmann überreicht Anna Maria Reithmeier einen Scheck. 

70 Jahre VdK-Ortsverband Odelzhausen

Der VdK – vielleicht wichtiger denn je

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Der VdK hat auch in Odelzhausen und Umgebung viele Aufgaben. Das wurde auf der Feier zum 70-jährigen Bestehen deutlich.

Odelzhausen/Pfaffenhofen – Am Anfang standen vor allem Kriegsgeschädigte, Witwen und Waisen im Mittelpunkt der Arbeit des VdK. Heute haben sich die Aufgaben geändert – das Engagement des Sozialverbandes ist aber nicht weniger wichtig. Das wurde bei der Feier des 70-jährigen Bestehens des Odelzhauser Ortsverbandes deutlich.

14 Mitglieder gründeten den Ortsverband im Jahr 1949 im Gasthaus „Zur Post“. Zum ersten Vorsitzenden wählten sie Anton Kiemer. In den folgenden Jahren ist der Ortsverband schnell gewachsen, wie der zweite Vorsitzende Thomas Reithmeier bei der Feier in einer Präsentation deutlich machte. „1950 hatten wir schon 70 Mitglieder“, berichtete er. 1973 kamen außerdem die Ortsverbände Pfaffenhofen und Sittenbach zu der Odelzhauser Gruppe hinzu.

1977 waren es bereits 104 Mitglieder. Heute sind 336 Bürger dabei. Seit 2018 nennt sich die Gruppe offiziell Ortsverband Odelzhausen/Pfaffenhofen an der Glonn.

„Der große Erfolg kommt nicht von ungefähr“, betonte die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki (SPD), die die Glückwünsche des Landkreises überbrachte. „Es sind die Menschen, die sich engagieren, die diesen Erfolg ausmachen.“

Auch Pfaffenhofens Bürgermeister Helmut Zech (CSU) würdigte das Engagement. „Durch die Geschwindigkeit, mit der sich die Region entwickelt, ist viel an herzlichem Miteinander verloren gegangen“, beklagte er. Um so wichtiger sei es, dass es Organisationen wie den VdK-Ortsverband gibt, die „nach links und rechts schauen, wie es den anderen Menschen geht“.

Für die Gemeinde Odelzhausen überreichte Geschäftsleiter Manuel Edelmann in Vertretung für die Bürgermeister einen Scheck in Höhe von 600 Euro. Zum Jubiläum gratulierte außerdem Pfarrer Harald Wechselberger, der von 2003 bis 2007 im Pfarrverband Odelzhausen war und inzwischen in Maria Ramersdorf in München tätig ist. Nachdem sein Organist ihn damals von der VdK-Ortsgruppe berichtet hatte, waren er und seine Mutter ihr sofort beigetreten. Zum Jubiläum kehrten die beiden gerne in ihre alte Heimat zurück. „Die Nachbarschaftshilfe ist eine wichtige Aufgabe, die Sie wahrnehmen“, lobte er die Ehrenamtlichen.

Der Ortsverband organisiert Weihnachtsfeiern, Sommerfeste sowie Geburtstags- und Krankenbesuche. „Da merkt man, dass auch bei uns die Altersarmut ein immer größeres Thema ist“, berichtet die Vorsitzende Anna Maria Reithmeier. Nicht immer sei die Not gleich auf den ersten Blick sichtbar. „Es gibt auch Leute, die im Stillen mit ganz wenig auskommen müssen.“

Der VdK setzt sich für sozial Schwache, Ältere und Behinderte ein. Ein wichtiges Anliegen ist dem Ortsverband deshalb die Barrierefreiheit. Auch in Odelzhausen müsse in diesem Bereich noch einiges verbessert werdwerden, so Reithmeier. „Ein Riesenproblem ist, dass in Odelzhausen jeder parkt, wie er will, die Gehwege sind oft so zugeparkt, dass Senioren mit Gehhilfen oder Mütter mit Kinderwagen nicht mehr durchkommen“, ärgert sie sich. „Für Rollstuhlfahrer ist es auch extrem schwer, zur Gemeinde hochzukommen“, fügte ihr Sohn Thomas Reithmeier hinzu.

Ihm ist es außerdem wichtig, mit dem Ortsverband künftig vermehrt jüngere Bürger anzusprechen. „Wir müssen uns weiter für die Jugend öffnen, soziale Angelegenheiten betreffen jeden, der VdK kann zum Beispiel auch bei Streit mit dem Arbeitgeber helfen.“ Der Ortsverband Odelzhausen/Pfaffenhofen kann seine Mitglieder bei solchen Problemen gleich an die richtigen Ansprechpartner und Hilfsangebote vermitteln.

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