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Zwei besonders fleißige Wandersleut’: Günter Huß und Andreas Kamseder bekommen von Max Pichlmeier und Rudolf Wieland (v.l.) einen Stempel, nachdem sie die lange Strecke gegangen sind.

Wanderer aus Sachsen und Tirol

Auch Profis kommen gern nach Miegersbach

  • Claudia Schuri
    VonClaudia Schuri
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Bis aus Sachsen und Tirol reisten Wanderer zu den Wandertagen des Miegersbacher Wandervereins an. „Wir sind wirklich sehr zufrieden“, sagt der Vereinsvorsitzende Andreas Treiterer.

Miegersbach – 22 Gruppen und befreundete Vereine waren dabei, dazu kamen viele Einzelwanderer. Insgesamt gab der Verein rund 830 Startkarten aus.

„Das waren 100 mehr als letztes Jahr“, erklärt Treiterer. „Dazu kommen noch Teilnehmer, die ohne Karte gewandert sind.“ Besonders freut ihn, dass zwischen 50 und 60 Kinder und Jugendliche sowie viele Wanderer, die bisher noch nie in Miegersbach gewesen waren, mitgelaufen sind. Die Teilnehmer konnten zwischen einer sechs und einer elf Kilometer langen Strecke wählen, die durch idyllische Landschaften führten. Ein Stopp war bei der Kapelle Geiselwies.

„Die kürzere Strecke sind mehr Leute gegangen“, berichtet Rudolf Wieland aus Sixtnitgern. Er muss es wissen, schließlich bekamen die Wanderer bei ihm den ersehnten Bestätigungsstempel, wenn sie die Route geschafft hatten. Seit 30 Jahren ist er beim Verein, „und die Wandertage sind immer wieder schön“, findet er.

Max Pichlmeier aus Odelzhausen, der mit Wieland die Stempel verteilte, hält dem Wanderverein sogar schon seit 50 Jahren die Treue. „Inzwischen habe ich bei den Wandertagen alle Aufgaben schon durchgemacht“, sagt er. „Aber es gehört einfach dazu, mitzuhelfen.“

Rund 20 Ehrenamtliche sorgten während der Wandertage dafür, dass alles glatt lief und sich die Teilnehmer wohlfühlten. Sie kümmerten sich um die gesamte Organisation – von der Verpflegung an der Strecke bis hin zur Abholung von der Bushaltestelle oder der S-Bahn.

Viele der Teilnehmer sind richtige Wanderprofis. „Ich bin schon über 90 000 Kilometer gelaufen“, erzählt Günter Huß aus Fürstenfeldbruck. Damit wäre er mehr als zweimal um den Globus gekommen. Natürlich hat er auch in Miegersbach die lange Strecke gewählt.

Genauso wie Andreas Kamseder, der sich gemeinsam mit Huß den Stempel holte. Er kommt aus Hagelstadt bei Regensburg und war mit den Wanderfreunden Haspelmoor unterwegs. Er ist in seinem Leben schon 42 000 Kilometer gewandert. Dieses Jahr war Kamseder zum zweiten Mal in Miegersbach. „Mir gefällt es gut“, sagt er. „Ich mag die Bewegung und die Geselligkeit.“

Neben dem Wandern spielt auch das griabige Zusammenkommen eine wichtige Rolle beim Wanderverein Miegersbach. Das zeigte sich auch beim Jubiläumsabend anlässlich des 50-jährigen Bestehens. Mit 80 Besuchern hätte der Verein gerechnet. „Aber dann sind 170 gekommen“, berichtet der Vorsitzende Andreas Treiterer. „Wir waren selbst ganz überrascht.“

Nach einem Gottesdienst spielte die Blaskapelle Odelzhausen auf, und später wurde bis in die Nacht hinein gefeiert. „Man merkt, dass es wieder einen neuen Schwung im Verein gibt“, so Treiterer. Der neue Vorstand möchte das leicht veränderte Konzept bei den Wandertagen nächstes Jahr beibehalten, und auch den Biertragl-Lauf, der heuer zum ersten Mal stattfand, soll es wieder geben.

Fünf Gruppen machten sich bei diesem Wettbewerb mit einem Kasten Bier auf die sechs Kilometer lange Route – am schnellsten war schließlich ein Team aus der Miegersbacher Hütte.

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