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Wohnungen für 1000 Menschen

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Von: Claudia Schuri

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In diesem 14,5 Hektar großen Gebiet an der Autobahn soll nachverdichtet werden. Merkur
In diesem 14,5 Hektar großen Gebiet an der Autobahn soll nachverdichtet werden. Merkur © Münchner Merkur

Odelzhausen – Der Gemeinderat Odelzhausen hat den Aufstellungs- und den Billigungsbeschluss für den Bebauungsplan östlich der Kreisstraße gefasst. Ziel der Planung ist unter anderem, die Nachverdichtung zu steuern.

Das betroffene Gebiet ist rund 250 Meter östlich vom Ortskern Odelzhausen entfernt und rund 14,5 Hektar groß. Inbegriffen sind die bebauten Siedlungsbereiche nördlich und südlich der Hauptstraße sowie östlich der Kreisstraße. Das Gebiet grenzt im Norden und Nordosten an die Autobahn, im Osten an die Feuerwehr und den Pendlerparkplatz, im Südosten an das Gewerbegebiet und im Westen an die Schlossstraße.

Rund die Hälfte der Grundstücke dort sind größer als 700 Quadratmeter – und könnten damit potenzielle Nachverdichtungsflächen sein. Im Bebauungsplan werden jetzt die Rahmenbedingungen dafür festgelegt.

Demnach sind Gebäude mit maximal drei Vollgeschossen erlaubt, das dritte Geschoss muss zwingend im Dachgeschoss sein. Ein Teil des Bereichs ist als Urbanes Gebiet festgesetzt – dort kann das dritte Geschoss auch ein Staffelgeschoss sein, das an allen Gebäudeseiten um mindestens eineinhalb Meter zurückversetzt ist. Bei den Hauptgebäuden ohne Staffelgeschoss sind Sattel- und Walmdächer zulässig und bei Gebäuden mit Staffelgeschoss nur Flachdächer.

Beschränkungen gibt es auch bei der Zahl der Wohnungen: Bei Einzelhäusern sind bei Grundstücken, die kleiner als 600 Quadratmeter sind, maximal zwei Wohnungen pro Gebäude erlaubt. Bei Grundstücken zwischen 600 und 800 Quadratmeter sind es drei Wohnungen, zwischen 800 und 1000 Quadratmeter vier, zwischen 1000 bis 1200 Quadratmeter fünf und bei mehr als 1200 Quadratmeter sechs Wohnungen. Bei Doppelhäusern sind höchstens zwei Wohnungen je Haushälfte möglich und bei Hausgruppen eine Wohnung je Gebäude. Dementsprechend könnten – zumindest theoretisch, wenn die maximale Bebauung ausgenutzt wird – Wohnungen für rund 1000 Einwohner entstehen.

Doch damit würden wohl viele Autos im Gebiet parken. Die Gemeinderäte haben deshalb überlegt, dass bei Gebäuden ab einer bestimmten Zahl von Wohnungen eine Tiefgarage Pflicht sein sollte. Doch das ist rechtlich nicht so einfach, wie das Planungsbüro OPLA erklärte. Kein Problem ist es aber, fest zu legen, dass nur eine begrenzte Anteil an Stellplätzen oberirdisch zulässig ist: Jetzt dürfen auf einem Grundstück höchstens acht Stellplätze oberirdisch hergestellt werden. Das heißt, wenn weitere Stellplätze vorgeschrieben sind, bräuchte es eine Tiefgarage.

Ansonsten wird auf die Stellplatzsatzung verwiesen. „Wir dürfen niemanden bestehendes Recht nehmen, sonst sind wir schadensersatzpflichtig“, erklärte Bürgermeister Markus Trinkl. Deshalb gibt es für bestehende Gebäude bei vielen Regeln Ausnahmen. Der Gemeinderat bestimmte dem Bebauungsplan-Entwurf zu.

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