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Digitale Infoveranstaltung der Bayernwerk Netz GmbH: Genehmigungsmanager Peter Hilburger (l.) und Projektleiter Christian Herzig haben über die geplante Ertüchtigung einer Hochspannungsleitung zwischen Maisach und Aichach informiert. 

Bayernwerk Netz GmbH informiert über Maßnahmen

Stromleitung soll ab 2022 zwischen Sulzemoos und Odelzhausen erneuert werden

Auf einer Länge von 6,5 Kilometern will die Bayernwerk Netz GmbH die Stromleitung zwischen Odelzhausen und Sulzemoos erneuern.

Sulzemoos/Odelzhausen– Genehmigungsmanager Peter Hilburger und Projektleiter Christian Herzig haben bei einer Online-Veranstaltung über die geplante Leitungsertüchtigung im Landkreis Dachau informiert. Erstmalig als reine Online-Veranstaltung hat die Bayernwerk Netz GmbH betroffenen Eigentümern und Pächtern sowie Interessierten den Planungsstand zum Ersatzneubau des rund 6,5 Kilometer langen Abschnitts der 110-Kilovolt-Stromleitung zwischen Sulzemoos und Odelzhausen vorgestellt.

Dieser Abschnitt der bestehenden Freileitung soll durch eine neue Leitung in derselben Trasse ausgetauscht werden. Teilnehmer hatten online die Möglichkeit, Fragen an Hilburger und Herzig zu stellen. In der Spitze waren 33 Teilnehmer gleichzeitig online. „Im Landkreis Dachau erzeugen immer mehr dezentrale Anlagen erneuerbare Energie, die in unser Verteilnetz eingespeist wird. Mittlerweile ist die Erzeugungsleistung in der Region so hoch, dass unser Netz an seine Kapazitätsgrenzen gerät“, erklärte Projektleiter Herzig. Daher plant der Verteilnetzbetreiber den Ausbau des bestehenden Netzes.

Die Ziele des Ersatzneubaus sind, regenerative Energie für alle Verbraucher besser nutzbar zu machen und dauerhaft eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten. Das Bayernwerk plant, die bestehende Hochspannungsleitung zwischen Maisach und Aichach zu verstärken.

Auf einem rund 6,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Sulzemoos und Odelzhausen sollen stärkere und zusätzliche Leiterseile die Leistung erhöhen. Weil die Masten dann ein größeres Gewicht tragen müssen, sollen diese am gleichen Standort erneuert werden.

Zur Leitungsertüchtigung werden 28 bestehende Maste standortgleich ersetzt. Der Verlauf der Leitungstrasse bleibt unverändert, so dass Eingriffe in die Natur minimal ausfallen sollen. Das Bayernwerk will in Kürze in Abstimmung mit dem Träger des Planfeststellungsverfahrens, der Regierung von Oberbayern, die Unterlagen für den Planfeststellungsantrag einreichen. Im Laufe des Verfahrens liegen die Unterlagen in den vorgegeben Zeiträumen in den drei betroffenen Gemeinden öffentlich aus und die Informationen sollen vollständig im Internet zu finden sein.

Der Netzbetreiber rechnet Ende 2021 mit dem Abschluss des Verfahrens. Der Bau soll 2022 beginnen.

Die Bayernwerk Netz GmbH sorgt nach eigenen Angaben mit rund 2700 Mitarbeitern für die Energieversorgung von rund sieben Millionen Menschen in Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 156 000 Kilometer, sein Gasnetz 6000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34 600 Kilometer.

In seinen Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 60 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen knapp 300 000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz.  dn

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