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Die imposante Sittenbacher Linde genießt als Naturdenkmal besonderen Schutz.

Nach Antrag des Heimatvereins Sittenbach

Linde wird zum Naturdenkmal

Sittenbach - Sittenbach hat ein Naturdenkmal: die Linde am Ortsrand. Der imposante Baum soll einst so etwas wie ein Geburtstagsgeschenk gewesen sein.

Die imposante Linde am östlichen Ortsrand von Sittenbach ist auf Antrag des Heimatvereins Sittenbach als Naturdenkmal ausgewiesen worden. Das hat das Landratsamt gestern mitgeteilt.

„Der Erhalt großer und alter Bäume ist ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz, den Naturhaushalt und ist prägend für unser Orts- und Landschaftsbild“, so Landrat Stefan Löwl. Deshalb sei der Antrag des Heimatvereins Sittenbach an das Landratsamt, die Linde an der Kreisstraße als Naturdenkmal auszuweisen, begrüßt worden. Einwände oder Bedenken im Inschutznahmeverfahren der Unteren Naturschutzbehörde gab es nicht, da der Landkreis mit seiner Kreisstraßenverwaltung selbst Eigentümer des Baumes ist.

Im Landkreis Dachau sind rund 150 Naturdenkmale geschützt. Die ältesten Bäume sind die Schlosseiche an der westlichen Ortseinfahrt Eisolzried (ca. 600 Jahre) und die zwei Linden (ca. 600 und 350 Jahre) am Eingang des aus Obermarbach hinausführenden Hohlweges nördlich der Kirche.

Die Sittenbacher Linde soll nach Information des Heimatvereins Sittenbach im Jahr 1911 zum 90-jährigen Geburtstag des Prinzregenten Luitpold gepflanzt worden sein. Neben dieser landeskundlichen Bedeutung waren auch die Eigenart und Schönheit des Baumes mit seiner ausladenden Krone und prägenden Wirkung auf das Orts- und Landschaftsbild ausschlaggebend für deren Ausweisung als Naturdenkmal, die nun mit Unterzeichnung der Schutzverordnung durch Landrat Löwl vollzogen worden ist.

Aber nicht erst durch das „Qualitätssiegel“ Naturdenkmal ist ein Baum erhaltenswürdig. Große Bäume haben Schutzwirkung für den Menschen, da sie Luftschadstoffe ausfiltern und durch Windschutz, Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und Temperaturausgleich zur örtlichen Klimaverbesserung beitragen und CO2 binden. Sie prägen über viele Jahrzehnte das Straßen-, Orts- und Landschaftsbild.

Zudem sind große alte Bäume von hoher ökologischer Bedeutung als Nahrungs- und Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren wie Fledermäuse, Vögel und Insekten. (red)

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