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Können die Petershauser ihr Brot in Zukunft in einem öffentlichen Backofen herstellen? Diese Idee kam bei der Versammlung des Vereins Ortsverschönerung und Gartenbau auf.

Umsetzung unklar

Ein Dorf-Backhaus für Petershausen?

Bekommt Petershausen ein Dorfbackhaus? Diese Frage kam bei der Jahresversammlung des Vereins Ortsverschönerung und Gartenbau Petershausen auf. Die Idee fand viel Zustimmung, nur der Standort ist noch nicht klar.

223 Mitglieder zählt der Verein derzeit, das teilte der Vorsitzende Martin Grandl auf der Jahresversammlung in der Sportgaststätte Olympia mit. Sein Stellvertreter Sven Zachmann stellte das Programm für das kommende Jahr vor. 

Die vielleicht spektakulärste Idee: ein Dorfbackhaus in Petershausen, für das der Verein die Schirmherrschaft übernehmen soll. Doch das würde einen Großteil der finanziellen Reserven kosten.

Die Idee hinter einem öffentlichen Backhaus

Einmal im Monat würden alle Petershausener die Möglichkeit bekommen aus dem am Vortag hergestellten Sauerteig ihr eigenes Brot zu backen. „Das wäre ein echtes Gemeinschaftserlebnis im Ort“, sagte Zachmann. 

„Da kann der Verein seine Ortsverschönerung auf eine emotionale Basis stellen, die dem Ort wirklich was bringt.“ Die Idee fand Elisabeth Kraus prima: „Da kann die Volkshochschule Brotbackkurse anbieten und viele treffen sich und machen etwas gemeinsam.“ 

Zentrale Frage: Wo soll das Backhaus stehen?

Der Teig ließe sich aus fair gehandeltem Getreide machen. Doch solle bei dem Projekt auch ein Pizzabäcker und die Bäckerei Kloiber mit ins Boot geholt werden. 

Zustimmung für das öffentliche Backhaus: Marcel Fath (l.) und die Vereinsmitglieder waren überzeugt. Nur die Umsetzung der Idee ist nicht klar.

Bürgermeister Marcel Fath fand die Idee hervorragend, sagte aber: „Die zentrale Frage ist doch, wo wir’s bauen wollen.“ Von Ernst Nolds Standortvorschlag am Spielplatz in der Kirchstraße hielt Zachmann jedoch nichts. Die Backhaus-Idee muss noch reifen.

Termine des Vereins

Außerdem ging es bei der Versammlung über die Aktionen des Vereins im kommenden Jahr: Die Gartler organisieren einen Flechtkurs an der Volkshochschule am Samstag, 18. März, einen Obstbaumschnittkurs, Ostereier suchen für Kinder am Karsamstag, einen Stauden- und Sämereien-Tauschmarkt und einen Ausflug zur Landesgartenschau Pfaffenhofen. 

Ab Samstag, 6. Mai, geht es außerdem wieder mit dem offenen Biergarten samt Grillmöglichkeit im Pflanzgarten an der äußeren Jetzendorfer Straße los. Außerdem gibt es einen Grund zum Feiern, „111 Jahre Gartenbauverein in Petershausen“. Dazu ist ein Vereinssommerfest am Sonntag, 18. Juni geplant.

Zudem sprachen die Mitglieder bei der Versammlung Themen an, bei denen Handlungsbedarf bestehe: „Es gibt 20 Prozent weniger Vögel, hat der Landesbund für Vogelschutz gezählt“, sagte Rainer Mühe. 

Appell: „Keine Unkrautvernichter verwenden“

Der Grund seien die wenigen Insekten. Auch das Bienensterben müsse eingegrenzt werden, wenn nicht am Ende auch der Mensch vernichtet werden soll. Mühe appellierte an die Privatgärtenbesitzer, wenigstens dort keine Unkrautvernichter zu verwenden. „Wir haben es in der Hand.“

Auch Eduard Meßthaler bat, dass der Gartenbauverein am Ausflug mit Flüchtlingen nach Weltenburg teilnimmt. Vielleicht zehn bis 15 Leute könnten teilnehmen, sagte Schneider. Elisabeth Kraus regte an, zum Ausflug zur Landesgartenschau ebenso Flüchtlinge einzuladen. Zum Schluss hielt Christa Trzcinski einen Vortrag über fairen Handel.

Von Reinhard-Dietmar Sponder

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